11.06.2004

Die postkommunistische Lage

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Die postkommunistische Lage

Verheerende Folgen hatte das Ende des Kalten Krieges in Afrika, wo die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Staaten, die lange durch die Konkurrenz der Großmächte gestützt wurden, zu verfallen drohen. Doch die Hinterlassenschaften des Kommunismus haben auch unsere Gesellschaften zutiefst geprägt. Der durch die Kommunistische Internationale aus den Angeln gehobene Nationalstaat sieht sich heute neuen internationalen Anfechtungen ausgesetzt.

Von BORIS GROYS *

DIE Osterweiterung der Nato und der EU wird oft als das definitive Ende des Kalten Krieges interpretiert. Und oft wird dabei so getan, als ob der verschwundene Kommunismus bloß eine Unterbrechung, eine Pause, eine Verzögerung in der „normalen“ Entwicklung der osteuropäischen Länder darstelle – eine Verzögerung, die nach ihrer Beendigung nichts anderes hinterlassen habe als einen gewissen „Nachholbedarf“. Der Kommunismus erscheint aus dieser Perspektive wieder einmal als Gespenst. Über die postkommunistische Lage zu sprechen bedeutet dagegen, das historische Ereignis des Kommunismus ernst zu nehmen und sich ernsthaft zu fragen, welche Spuren vom Kommunismus geblieben sind, inwieweit die Erfahrung des Kommunismus unsere eigene Gegenwart immer noch prägt – aber auch: warum sich der Kommunismus als eine bloße historische Pause denken lässt. Diese Fragestellung betrifft übrigens nicht allein die vormals kommunistischen Länder, sondern die ganze Welt, deren gegenwärtige Lage man als eine postkommunistische bezeichnen kann.

Der Kommunismus ist lange Zeit bloß ein Versprechen, eine Utopie, eine gedankliche Konstruktion, eine politische Vision gewesen. Diese Vision hat eine große Geschichte aus Formulierungen und Reformulierungen – von Platon über Thomas Morus bis zum utopischen Sozialismus des 19. Jahrhunderts. Die Frage nach der Realisierbarkeit dieser Vision blieb während dieser langen Geschichte allerdings offen. Der Ort der kommunistischen Utopie war allein die Zukunft. Heute ist der Ort des Kommunismus die Vergangenheit: Der Kommunismus hat als ein reales Ereignis in der realen Geschichte stattgefunden. Die Tatsache, dass dieses Ereignis inzwischen abgeschlossen ist, macht gerade seine Realität aus.

Nun hört man allerdings immer wieder, dass das kommunistische Experiment des zwanzigsten Jahrhunderts keinen wahren Kommunismus hervorgebracht habe – vielmehr soll es sich beim realen Sozialismus sowjetischer Prägung um einen Verrat am kommunistischen Ideal gehandelt haben, um eine totalitäre Diktatur, die eine Parodie des Kommunismus und nicht seine wahre Realisierung dargestellt habe. Dementsprechend wird behauptet, dass die Erfahrung des realen Sozialismus für die Formulierung und Pflege des kommunistischen Ideals eigentlich gar keine Relevanz habe – weswegen man dieses traurige Schauspiel lieber gleich vergessen solle: Nicht allein aus einer, sagen wir, antikommunistischen Perspektive, sondern auch aus einer linken, prokommunistischen Perspektive präsentiert sich der reale Sozialismus des zwanzigsten Jahrhunderts demnach heute als eine bloße Verzögerung, als eine Pause in der Entwicklung des kommunistischen Ideals. Diese Diagnose klingt allerdings nur auf den ersten Blick überzeugend. Jede Realisierung eines abstrakten Ideals ist per definitionem ein Verrat an diesem Ideal – und die Länder des realen Sozialismus haben von sich aus niemals den Anspruch erhoben, den Kommunismus zu verwirklichen, sondern sie haben sich selbst lediglich als Übergangsformen auf einem sehr langen Weg hin zum Kommunismus begriffen.

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Als reales Ereignis in einer realen Geschichte ist der Kommunismus kein „System“, keine „Formation“ oder „Institution“. Das Ereignis des Kommunismus besteht vielmehr in der Übertragung der Diskussion über den Kommunismus aus dem theoretischen Feld ins Feld der realen Politik. Zu diesem Ereignis gehören neben den verschiedenen kommunistischen Orthodoxien und Häresien auch der Antikommunismus, das Renegatentum und die Dissidenz. Mit dem Abschluss des kommunistischen Ereignisses hat sich die Diskussion erneut vom realpolitischen ins theoretische Feld verlagert. Allerdings ist eine postkommunistische Diskussion über den Kommunismus von der vorkommunistischen Diskussion über den Kommunismus grundverschieden. Denn alle Teilnehmer dieser theoretischen Diskussion wissen heute insgeheim, dass sie sich, sobald diese Diskussion unter Umständen wieder einmal ins reale politische Feld übergreift, in einem bereits bekannten Ereignis des Kommunismus wiederfinden – im gleichen Stück, das sie aus der Geschichte (immer) schon kennen. Die neue Aufführung dieses Stücks wird sicherlich anders verlaufen – die Rollen werden anders besetzt, einiges wird wahrscheinlich „besser“ gemacht und anderes dagegen „schlechter“ –, aber es wird sich trotzdem notwendigerweise um eine Wiederaufführung des gleichen Stücks handeln.

Eine gute Analogie dazu bieten die Bemühungen der mittelalterlichen Monarchien, einen christlichen Staat zu errichten. Es wäre unangemessen, diesen Monarchien vorzuwerfen, das „wahre Christentum“ nicht verwirklicht zu haben, denn das Christentum selbst sieht sich allein im Reich Gottes vollständig verkörpert. Im Mittelalter wurde aber die Frage, wie man das Reich Gottes erreichen kann, zu einer politischen Frage – darum waren die mittelalterlichen Monarchien genuin christlich. Darum waren damals auch die Satanisten und Atheisten genuin christlich, denn sie gehörten ebenfalls zum christlichen Ereignis – so wie die Antikommunisten im Kalten Krieg zum Ereignis des Kommunismus gehörten, weil sie den Kommunismus als eine reale politische Option bekämpften und damit bestätigten. Heute ist das Christentum im Bereich der politisch unverbindlichen „Gewissensfreiheit“ angesiedelt, aber man weiß, dass der mittelalterliche Streit um die Verwirklichung des christlichen Ideals auf Erden, sobald sich die Umstände ändern und die Religion erneut unmittelbare politische Relevanz bekommt, ebenfalls wieder genauso unmittelbare politische Aktualität erlangen wird.

Die postkommunistische Lage zeichnet sich aber zuallererst dadurch aus, dass die heutige politische Lage des Westens zunehmend auf die gleiche Weise empfunden und in gleichen Termini beschrieben wird wie damals der sowjetische Kommunismus – das heißt als realisierte Utopie bzw. als realisierte Antiutopie. Die Selbstbeschreibung des westlichen Kapitalismus als realisierte Utopie hat ihre Wurzeln in der Rhetorik des Kalten Krieges. Damals geriet der westliche Kapitalismus unter einen erheblichen Legitimationszwang, der dazu führte, dass sich der Westen mehr und mehr als eine Überbietung des kommunistischen Ideals der Weltöffentlichkeit empfahl.

Im neunzehnten Jahrhundert und noch in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts galt der Kapitalismus allgemein als eine zwar ökonomisch effiziente, aber in moralischer Hinsicht ungerechte und unvollkommene Ordnung, die man allein deswegen zu akzeptieren hatte, weil die menschliche Natur in der immer noch ungebrochenen christlichen Perspektive als per se ungerechte und unvollkommene angesehen wurde. Erst im Verlauf des Kalten Krieges ist es allmählich zu einer vorbehaltlosen Apologie der real existierenden westlich-kapitalistischen Ordnung gekommen, die seitdem nicht bloß als Ort des ökonomischen Wohlstands, sondern zugleich als wahre Verkörperung der Menschenrechte, sozialer Solidarität, individueller kreativer Freiheit und höchster Moral gelten durfte.

In Zeiten des Kalten Krieges hat sich der Westen als Modell für die gesamte Welt empfohlen – als ein Modell, das genauso wie das kommunistische Modell weltweit exportiert werden konnte und sollte. Die Orwell’sche Vision einer antiutopischen Welt der totalen Überwachung und des permanenten Ausnahmezustandes wurde als eine Satire auf die sowjetischen Verhältnisse verfasst, doch inzwischen hat sie ihre rhetorische Anwendung vor allem auf die aktuellen politischen Verhältnisse im Westen gefunden. Die kommunistische Forderung nach diesseitiger Realisierung der Utopie hat der traditionellen Politik einen Schlag versetzt, von dem sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach niemals mehr erholen wird. Diese Forderung eröffnet nämlich die Möglichkeit, die vorhandene „Gesellschaft“ in ihrer modellhaften Totalität als Ganzes zu akzeptieren oder zu negieren, wobei diese Wahl zwischen totaler Affirmation und totaler Negation für die traditionelle Politik keinen Raum mehr lässt. Früher waren es vor allem die Religionen, deren „Werte“ man in ihrer Totalität akzeptieren oder negieren konnte – die Gesellschaft, so wie sie de facto existierte, bot nur die politischen Rahmenbedingungen für eine solche Wahl. Später waren es die universalistischen Werte der Aufklärung. In der postkommunistischen Lage sind es nun die einzelnen Gesellschaften selbst, die in ihrem Ganzen bestimmte Werte verkörpern müssen und als fertige Produkte auf dem internationalen politischen Markt angeboten werden – egal, ob es sich dabei um das europäische, das amerikanische oder das islamische Gesellschaftsmodell handelt.

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Darin besteht eigentlich die historische Leistung des Kommunismus: Er hat die Gesellschaft in ein Gesellschaftsmodell verwandelt. Das heißt: Er hat die Gesellschaft in ihrem Ganzen nicht als etwas historisch Gewachsenes und somit Singuläres gelten lassen, sondern er hat sie als eine künstliche Konstruktion begriffen, die von Land zu Land sowohl exportiert als auch importiert werden kann. Die eigentliche Zumutung des sowjetischen Experiments war die von Stalin erhobene und danach stets von der sowjetischen Führung wiederholte Behauptung, dass die Sowjetunion den Ort der verkörperten Utopie darstellt – wenn nicht im Sinne ihrer endgültigen Vollendung, dann zumindest im Sinne ihres effektiven Aufbaus. Um die Konkurrenz mit dem sowjetischen Kommunismus zu gewinnen, sahen sich seine Konkurrenten dazu gezwungen, sich diese Behauptung nicht nur zu Eigen zu machen, sondern sogar zu überbieten – und somit ihre eigenen Gesellschaften als Gesellschaftsmodelle neu zu definieren. Die heutige politische und kulturelle Lage ist die Folge dieser Überbietungskämpfe. Ein neutraler Raum zwischen Affirmation und Negation der einzelnen Gesellschaftsmodelle ist verloren gegangen – der Zwang zur Wahl hat zugenommen, die Frage nach der Unterscheidung zwischen Utopie und Antiutopie ist zur zentralen politischen Frage unserer Zeit geworden.

Anders ausgedrückt: Das Ereignis des Kommunismus hat eine Epoche des weltweiten, internationalen politischen Marktes der gesellschaftlichen Modelle eingeleitet. Jedes dieser Modelle preist sich als Utopie – und wird von der Konkurrenz als Dystopie denunziert. Und das bedeutet weiter: Die Urszene des kommunistischen Ereignisses wiederholt sich nicht nur dann, wenn der Kommunismus wieder einmal als eine reale Option gehandelt wird, sondern jedes Mal, wenn ein altes oder neues postnationales Projekt auf dem internationalen Markt der politischen Projekte, Modelle und Systeme angeboten wird. Postnational sind diese Projekte und Modelle in dem Sinne, dass sie sich aus dem nationalen Kontext lösen und international anbieten lassen. So wird das „europäische Projekt“ von einigen als verkörperte Utopie der Menschenrechte, des Friedens und des Wohlstands gepriesen – und von anderen als Werk der finsteren Brüsseler Bürokratie zum Zweck der Errichtung eines Staates der totalen Überwachung und Kontrolle denunziert. Der islamische Fundamentalismus wird von seinen Gegnern als eine neue Verkörperung des kommunistischen Albtraums wahrgenommen – und von seinen Anhängern als universales Modell eines Gottesstaates auf Erden gepriesen. Man spricht über den Neobolschewismus der heutigen amerikanischen Neokonservativen usw.

Seit der Zeit, da der Nationalstaat seinen Siegeszug angetreten hat, ist der Kommunismus das Erste der postnationalen Gesellschaftsmodelle. Dies erklärt auch, warum sich dieses Ereignis im Kontext einer nationalen Geschichte bestenfalls als eine Pause, als eine bloße Unterbrechung situieren lässt. Jedes Ereignis ist ein Ereignis innerhalb einer Geschichte, die, um erzählt zu werden, einen Protagonisten haben muss. Wir leben heute aber immer noch in einem System der Nationalstaaten – unsere Geschichtsschreibung kann daher nur als Narrativ funktionieren, dessen Protagonist eine Nation, ein Nationalstaat ist. Ein Ereignis wird also für uns erst dann historisch, wenn es sich als eine Episode in der Geschichte einer Nation erzählen lässt. Nun war der Kommunismus programmatisch antinational. Sein Ziel war es, die überkommenen nationalen Unterschiede zu überwinden, existierende nationalkulturelle Identitäten abzuschaffen und stattdessen eine neue, globale, kommunistische Menschheit als Protagonistin einer neuen Geschichte zu stiften. Diese neue, postnationale Menschheit kam allerdings nicht zustande – oder löste sich vielmehr gleichzeitig mit dem Kommunismus auf. So hat das Ereignis des Kommunismus das geschichtliche Subjekt, den geschichtlichen Träger verloren, zu deren Geschichte es gehören könnte.

Da die Klassen zusammen mit dem Marxismus aus dem Blickfeld der heutigen Geschichtsschreibung verschwunden sind, bleiben nur die Nationen als „reale“ Protagonisten der Geschichte übrig. Dementsprechend ist es für die neue Geschichtsschreibung der ehemals kommunistisch dominierten osteuropäischen Länder inzwischen charakteristisch geworden, im Kommunismus bloß die ideologische Fassade des russischen Imperialismus zu sehen.

Auch wenn diese Interpretation durch viele Fakten belegt zu sein scheint, darf dabei nicht vergessen werden, dass in Russland selbst die Unterdrückung der russischen nationalen Identität durch die kommunistischen ideologischen Apparate nicht weniger, wenn nicht sogar noch viel konsequenter praktiziert worden war. Sowohl die russische Kirche als auch die russische philosophische Tradition, Geschichtsschreibung und Literatur aus vorrevolutionären Zeiten wurden zum größten Teil verboten oder stark zensiert. Es wundert also nicht, dass die Abschaffung des kommunistischen Regimes Anfang der Neunzigerjahre auf den Straßen Moskaus durch den Aufschrei „Russland! Russland!“ begleitet und angespornt wurde. Die russische antikommunistische Revolution wurde in jener Zeit als Kampf um nationale Befreiung geführt – um die Herauslösung Russlands aus der Sowjetunion, um die Befreiung Russlands vom Diktat der sowjetischen Behörden. Der Bürgerkrieg zwischen den Roten und den Weißen, der zur Erschaffung der Sowjetunion führte, war der Krieg zwischen der kommunistischen „Internationale“ und dem nationalistischen „Russland“. Damals hat die „Internationale“ gewonnen. In den Achtziger- und Neunzigerjahren bekam „Russland“ seine Revanche. Für die russischen Nationalisten von heute handelt es sich, wenn es um den Kommunismus geht, wiederum um das Werk anderer – der Juden, Letten, Georgier usw. Auch heute sind die russischen Nationalisten stolz auf die Errungenschaften des sowjetischen Staates während seiner kommunistischen Zeit – allerdings werden diese Errungenschaften allein den Fähigkeiten des russischen Volkes zugeschrieben, trotz der ruinösen kommunistischen Diktatur kreativ, widerstandsfähig und siegreich geblieben zu sein. Alles „Gute“, das in der Sowjetzeit entstanden ist, wird somit der russischen national-kulturellen Identität zugeschrieben, alles „Schlechte“ – den antinationalen Aspekten des Kommunismus.

Aus einer „realistischen“ Perspektive der positivistischen Geschichtsschreibung, deren Protagonisten die Nationen sind, kann das universalistische Projekt des Kommunismus also nur als ein Projekt der Zerstörung, Unterwerfung und Beschädigung wahrgenommen werden. Das Gleiche gilt allerdings auch für alle anderen postnationalen Projekte. So sind wir unter den Bedingungen der postkommunistischen Lage mit einer eigentümlichen Schwierigkeit konfrontiert. Auf der einen Seite werden unterschiedliche gesellschaftliche Projekte, Modelle und Systeme weiterhin auf dem internationalen politischen Markt angeboten. Und mehr noch: Jedes gesellschaftliche Modell steht heute unter dem Druck, sich auf diesem internationalen Markt zu beweisen. Die gesellschaftlichen Modelle, die als nur für eine Nation geltend proklamiert werden, stehen heute zu Recht unter dem Verdacht, letztendlich rassistisch zu sein. Doch auf der anderen Seite fehlt uns immer noch eine Geschichtsschreibung, die als Geschichte der postnationalen, importierbaren und exportierbaren gesellschaftlichen Projekte und Modelle fungieren könnte – eine andere Geschichtsschreibung, deren Protagonisten nicht die angeblich naturgewachsenen Nationen, sondern „künstliche“, ideologisch produzierte, allein durch gemeinsame politische Projekte zustande gekommene Völker – wie etwa das kommunistische Volk oder das europäische Volk – sein könnten. Erst eine solche andere Geschichtsschreibung wäre auch imstande, die leidige Frage nach der supranationalen „europäischen Identität“ überflüssig zu machen – und stattdessen die Frage nach der künstlichen Neustiftung eines früher nie da gewesenen Volkes durch ein gemeinsames politisches Projekt aufzuwerfen.

© Le Monde diplomatique, Berlin

* Professor für Kunstwissenschaft, Philosophie und Medientheorie am ZKM, Karlsruhe. Er kuratierte die Berliner Ausstellung „Privatisierungen. Zeitgenössische Kunst aus Osteuropa“ (Kunst-Werke). Zuletzt erschienen „Politik der Unsterblichkeit. Vier Gespräche mit Thomas Knöfel“ (2002), und „Topologie der Kunst“ (2004).

Le Monde diplomatique vom 11.06.2004, von BORIS GROYS