Trotz der Verurteilung Marine Le Pens könnte der Rassemblement National die Präsidentschaftswahl in Frankreich 2027 für sich entscheiden. Eine potenzielle rechtsextreme Regierung würde sich womöglich weniger am Modell des klassischen Faschismus orientieren als am israelischen Modell der Apartheid.
von Benoît Breville und Pierre Rimbert
In Kuba warten viele Menschen schon lange auf das Recht auf privatwirtschaftliche Initiativen. Doch wie in den anderen Ländern, die von einer staatlich gelenkten zu einer kapitalistischen Wirtschaft übergegangen sind, zeigen sich erste Anzeichen für die Herausbildung einer lokalen Oligarchie.
von Julia Neima
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Vor mehr als zehn Jahren einigte sich die Welt in Paris auf ein Klimaabkommen, aber die Emissionen steigen weiter. Die Erneuerbaren boomen. Doch gleichzeitig wird mehr Kohle aus der Erde geholt als je zuvor. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Die Welt war nie gleich, aber wenn gerade mal 0,001 Prozent der Weltbevölkerung mehr besitzen als die ärmere Hälfte zusammen, dann nimmt die Ungleichheit monströse Züge an. Und wenn Trump, Netanjahu, Putin und Xi unverfroren Ansprüche auf fremde Territorien erheben, behandeln auch sie die Welt als Beute.
Mit über 250 neuen Karten und Grafiken von Adolf Buitenhuis sowie Beiträgen von Perry Anderson, Ulrike Herrmann, Steffen Mau, Bee Wilson und vielen anderen. Erscheint vorr. am 1. September 2026
Eva Thiébaud/LMd, Oktober 2022
Droht ein nukleares Wettrüsten im Nahen und Mittleren Osten? Die Bereitschaft zur atomaren Bewaffnung hat der saudische Herrscher Mohammed bin Salman bereits vor acht Jahren erklärt, falls sein Erzfeind Iran die Bombe entwickeln sollte. Eine technische Voraussetzung für diese Eventualität bietet das US-saudische Abkommen von Ende Juli, das den Bau von US-Atomkraftwerken lizensiert und die Urananreicherung auf saudischem Boden zulässt. Wenn es nicht gelingt, das iranische Atomprogramm zu entmilitarisieren, ist ein atomarer Rüstungswettlauf in der Region kaum mehr aufzuhalten, schrieb Eva Thiébaud bereits im Oktober 2022.
Christophe Ventura/LMd, Juli 2026
Am 7. August trat Kolumbiens neuer Präsident Abelardo de la Espriella in Cali sein Amt an. Am folgenden Tag kam es zu zwei Sprengstoffanschlägen, einer davon in unmittelbarer Nähe der Stadt. Die Überreste der Farc-Guerilla reagierten damit auf de la Espriellas Ankündigung, keine Friedensgespräche mehr zu führen und die Konfrontationspolitik aus der Zeit des Bürgerkriegs wiederaufzunehmen. Der linke Präsident Gustavo Petro hatte versucht, mit einer Politik des vollständigen Friedens gegenzusteuern. Jedoch scheiterte er damit wie auch mit anderen seiner Projekte, schrieb Christophe Ventura in seiner Analyse vom Juli 2026.
In mehreren südamerikanischen Ländern stehen in diesem Jahr Wahlen an. Auch ohne die illegitimen Einmischungen der USA – wie zuletzt in Venezuela – sind die politischen Aussichten düster. Viele Staaten des Kontinents werden bereits durch rechtsextreme Staatschefs und Verbündete der Trump-Administration regiert. In der neuen Edition Le Monde diplomatique analysieren unsere Autor:innen, wie es zu dieser Entwicklung kam, decken auf, welche Interessen dabei eine Rolle spielen, und zeigen, wie sich dies auf den Alltag der Menschen auswirkt.
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Alle vier Jahre entsteht aus den Comics aus LMd in Zusammenarbeit mit dem Verlag Reprodukt ein großformatiger Sammelband. Der neueste Band enthält Comics von Marcus Gruber, Antonia Kühn, Daniel Lima, Marlene Krause, Mawil, Anouk Ricard, Richard Sala, Tom Scioli und vielen mehr.Mit einem Vorwort von Mélanie van der Hoorn zu Architektur und Comics.
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