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Was wann geschah

20. März 2003: Beginn des Angriffs der USA und ihrer Verbündeten auf den Irak. Am 1. Mai erklärt US-Präsident George W. Bush den Krieg für beendet: „Mission erfüllt“.

28. Juni 2004: Paul Bremer, der Leiter der US-amerikanischen „Zivilverwaltung“, überträgt die Souveränität dem irakischen Ministerpräsidenten Ayad Allaoui.

6. Oktober 2004: Charles A. Duelfer, Leiter der amerikanischen „Iraq Survey Group“, kommt in seinem abschließenden Bericht zu dem Schluss, dass der Irak nicht über Massenvernichtungswaffen verfügte.

30. Januar 2005: Erstmals seit 1953 stellen sich im Irak Parteien zu freien Wahlen.

25. Oktober 2005: Die Zahl der im Irak getöteten amerikanischen Soldaten erreicht 2 000 – bis 2009 wird sie auf 4 300 gestiegen sein. Erstmals liegen die Verluste im Irak höher als in Afghanistan.

22. Februar 2006: Die Moschee in Samara, das wichtigste Heiligtum des schiitischen Islam, wird durch einen Anschlag schwer beschädigt. Der Bürgerkrieg verschärft sich.

11. Oktober 2006: Die Medizinzeitschrift The Lancet (London) veröffentlicht die Ergebnisse einer Feldstudie, in der die Zahl der durch die Invasion und ihre Folgen getöteten Iraker auf über 600 000 beziffert wird.

Januar 2007: US-Präsident Bush kündigt eine Aufstockung („surge“) der amerikanischen Truppen um 20 000 Soldaten an.

Januar 2008: In einer Studie der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Zahl der bis Juni 2006 unter „Gewalteinfluss“ gestorbenen Iraker auf 151 000 geschätzt.

27. Februar 2009: US-Präsident Barack Obama kündigt den vollständigen Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak bis zum 31. Dezember 2011 an.

30. Juni 2009: Die amerikanischen Streitkräfte ziehen aus den irakischen Städten ab.

Le Monde diplomatique vom 12.03.2010,