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Ausgabe vom 13.8.2010

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Was wann geschah

1815: Ceylon gerät vollständig unter britische Kolonialherrschaft. Zuvor gab es auf der Insel drei Königreiche, zwei singhalesische und ein tamilisches.

1948: Unabhängigkeitserklärung. Die von den Briten bevorzugt behandelte tamilische Minderheit (18 Prozent) muss sich der singhalesischen Mehrheit (74 Prozent) beugen, die ihre Sprache und ihre buddhistische Religion durchsetzt.

1956: Die diskriminierten Tamilen fordern politische Autonomie für den Norden und Osten.

22. Mai 1977: Ceylon wird zur Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka.

Juli 1983: Nach antitamilischen Pogromen schließen sich Tausende den Widerstandsgruppen an. Unter diesen setzen sich die Befreiungstiger (LTTE) unter Führung von Velupillai Prabhakaran durch, indem sie rivalisierende Gruppen ausschalten.

1987-1990: Abkommen zwischen Indien und Sri Lanka: Indische Truppen kämpfen in Jaffna gegen die LTTE.

1991: Ermordung des indischen Premierministers Rajiv Gandhi durch die LTTE.

1993: Ermordung des Regierungschefs von Sri Lanka, Ranasinghe Premadasa.

1996: Rückeroberung von Jaffna durch die Regierungstruppen.

1997 bis 2001: Die LTTE erkämpft sich die Kontrolle über den Norden und große Teile des Ostens.

Februar 2002: Norwegen vermittelt einen Waffenstillstand.

April 2003: Die LTTE steigt aus den Friedensverhandlungen aus.

März 2004: Der Kommandant der Tiger im Osten, "Colonel Karuna", sagt sich von den LTTE los.

November 2005: Mahinda Rajapakse wird zum Präsidenten gewählt. Er kündigt die Vernichtung der LTTE an.

April 2006: Ausweitung der Kampfhandlungen.

September 2007: Unterstützt von Karuna, erobert die Armee den Osten zurück. Die Regierungstruppen starten eine Offensive im Norden.

2. Januar 2009: Eroberung von Kilinochchi, der früheren "Hauptstadt" der LTTE.

20. Mai 2009: Nach dem Tod von Prabhakaran und der Vernichtung der LTTE-Verbände im Gebiet um Mullaitivu ist der Krieg offiziell beendet. Die Zahl der Todesopfer der letzten Offensive wird auf 8 500 bis 20 000 geschätzt. Etwa 300 000 tamilische Zivilisten werden in Lagern der Armee interniert.

Dezember 2009: Nach dem Sieg konkurrieren Präsident Rajapakse und sein ehemaliger Generalstabschef Sarath Fonseka um die Macht.

26. Januar 2010: Rajapakse wird erneut zum Präsidenten gewählt; Fonseka kommt vor ein Kriegsgericht.

Le Monde diplomatique Nr. 9264 vom 13.8.2010, 95 Zeilen,

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