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Ausgabe vom 9.5.2008

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Frank Nitsche

Frank Nitsche wurde 1964 in Görlitz geboren. Von 1988 bis 1995 hat er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studiert. Er sammelt seit Jahren Fotos aus Zeitschriften und Magazinen und nutzt dieses Archiv als Inspirationsquelle für seine abstrakten Arbeiten - er zitiert die Aufnahmen und übersetzt sie in eine eigene Formensprache.

Seine Bilder wecken Assoziationen an avantgardistische oder utopische Architektur. Sie wirken gleichzeitig ernst und komisch: Man denkt an Räume mit schiefen Böden, absurde Flugkörper, Zugfenster, Landschaften, Matroschkas oder Klettergerüste. Die Titel - stets eine Kombination aus Zahlen und Ziffern - sind nicht dechiffrierbar und verhindern jede Festlegung auf eine bestimmte Interpretation. So bleiben die Bilder höchst suggestiv und überlassen es dem Betrachter, sie zu deuten - oder eben auch nicht.

Frank Nitsche lebt und arbeitet in Berlin. Bis zum 14. Juni sind seine neuesten Arbeiten in der Galerie Max Hetzler in Berlin zu sehen. Für die Abbildungen danken wir der Galerie Gebrüder Lehmann, Dresden und Berlin (www.galerie-gebr-lehmann.de) (S. 3, 20) und der Galerie Max Hetzler, Berlin (www.maxhetzler.com) (S. 1, 10, 11, 21).

Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique Nr. 8575 vom 9.5.2008, 33 Zeilen, Wilhelm Werthern

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