10.03.2022

Richard Vogl

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Richard Vogl

von Wilhelm Werthern

Früchte, 2020, Öl auf Leinwand, 100 × 70 cm

Der Maler und Zeichner Richard Vogl ist 1952 im oberpfälzischen Furth im Wald geboren und hat an der Akademie der Bildenden Künste München studiert. Er lebt und arbeitet heute in Bernhardswald und München. Seine Bilder, gerade die der letzten Jahre, zeichnen sich durch eine fast kindliche Unbeschwertheit aus. Die Figuren ruhen in sich, oft sind sie allein, wirken aber keineswegs einsam, eher still vergnügt.

Vogl malt häufig mit ausgestrecktem Arm, also mit großem Abstand zur Bildoberfläche. Für ihn, sagt der Künstler, sei ein Bild keine Projektionsfläche für Ideen, sondern „ein wachsendes Gegenüber, das sich erst im Dialog nach und nach zum ‚notwendigen Bild‘ verdichtet“. Es geht also um den Prozess, den er als eine Art von Auseinandersetzung oder auch Streit beschreibt. „Im Grunde hoffe ich darauf, das Bild zu malen, von dem ich nicht wusste, dass ich es malen wollte.“ Für das Bildmaterial, dessen Copyright bei der VG Bild-Kunst, Bonn, liegt, danken wir dem Künstler. www.richardvogl.de

⇥Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 10.03.2022, von Wilhelm Werthern