Artikel

Artikel drucken zurück

Das „Gute Leben“

Es ist unmöglich, das Leben zu schützen, wenn wir jene Marktbeziehungen aufrechterhalten, die die Natur in ein Objekt verwandelt haben, das man sich aneignet oder zerstört. Die mechanische und unendliche Anhäufung materieller Güter, die auf einem anthropozentrischen Utilitarismus gegenüber der Natur beruht, hat keine Zukunft. Die Grenzen jener Lebensstile, die von der ideologischen Sichtweise des klassischen Fortschrittsdenkens ausgeht, sind immer deutlicher und besorgniserregender. Die natürlichen Ressourcen dürfen nicht als Voraussetzung für das Wirtschaftswachstum gesehen werden. Ebenso wenig dürfen sie nur Objekt der Politik zur Entwicklung eines Landes sein. Das Menschliche verwirklicht sich in der Gemeinschaft, zusammen mit anderen und bezogen auf andere Menschen, ohne dass dabei die Natur beherrscht werden soll: Die Menschheit steht nicht außerhalb der Natur, sie ist Teil von ihr.

Mehr dazu: Alberto Acosta, „Das ‚Buen Vivir‘. Die Schaffung einer Utopie“. juridikum, 4/2009, S. 209–213, www.kurzlink.de/acosta.pdf.

Le Monde diplomatique vom 11.03.2011,