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Delhi 1857: Ein Lehrstück

Über die erste große Revolte im britischen Kolonialreich von William Dalrymple

Vor 150 Jahren, im Mai 1857, sah sich das Britische Empire durch den größten und blutigsten antikolonialen Aufstand im 19. Jahrhundert bedroht, die „Great Rebellion“, auch Sepoy-Aufstand genannt. Die Geschichte der imperialen Abenteuer, auf die sich die Briten zu dieser Zeit im Osten ihres Empires einließen, und die Geschichte der dadurch ausgelösten Aufstandsbewegungen weist viele Züge auf, die uns heute verblüffend und beunruhigend vertraut vorkommen. Man könnte also einiges aus den Fehlern lernen, zu denen die Briten damals durch ihre imperiale Arroganz, aber auch durch ihren verfehlten Idealismus verleitet wurden.

Seit dem frühen 17. Jahrhundert führten die Briten, vertreten durch die East India Company, Handelsgeschäfte mit Indien. Im Laufe des 18. Jahrhunderts, als die Macht des indischen Mogulreichs zu schwinden begann, nahmen diese Handelsbeziehungen einen anderen Charakter an. Um ihre kommerziellen Interessen, ihre Rechte auf den Erzabbau und ihre geopolitischen Interessen zu wahren, begann die Ostindienkompanie einheimische Truppen zu rekrutieren und territoriale Eroberungen zu machen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam in London eine neue Gruppe konservativer Politiker an die Macht, die fest entschlossen waren, die britische Macht auszubauen. Lord Wellesely erfand für diese neue aggressive Politik den Namen „Forward Policy“ (Vorwärtsstrategie), die ein „neues britisches Jahrhundert“ einleiten sollte. Er erklärte ganz offen, um was es dabei ging: die britische Überlegenheit gegenüber sämtlichen europäischen Rivalen und vor allem gegenüber den Franzosen herzustellen. Zudem war er der Ansicht, es sei besser, feindliche muslimische Regime, die sich womöglich der wachsenden Macht des Westens widersetzen, präventiv abzuwehren.

In der konservativen Presse wurde diese Konzeption lauthals unterstützt. Die muslimischen Verbündeten, die sich – als eine Art britische Marionetten – freiwillig unter die Oberherrschaft des Empires begeben hatten, sollten vorläufig erhalten bleiben. Dagegen wollte man widerständige Regierungen nicht länger tolerieren. Von Anfang an stand auch fest, wen man als Erstes ins Visier nehmen würde: einen Diktator, dessen Dynastie durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war. Regierungsnahe Stimmen bezeichneten ihn als „einen grausamen und rücksichtslosen Feind“ und „intoleranten Eiferer“, als „wütenden Fanatiker“, der „ständig Pläne für einen Dschihad im Munde führte“. Auch sagte man ihm nach, ein „ungerechter Herrscher“ und „hinterlistiger Verhandlungspartner“ zu sein.

Wellesley war 1793 in Indien eingetroffen. Sein Auftrag lautete, im südindischen Staat Mysore einen Regimewechsel herbeizuführen und den rebellischen Tipu Sultan durch eine vom Westen unterstützte Marionette zu ersetzen.

Wellesley sollte dafür alle verfügbaren Kräfte auf militärischer und logistischer Ebene mobilisieren. Besonders gefragt waren aber seine rhetorischen Fähigkeiten, denn die Zustimmung zu einem teuren und umstrittenen Krieg war im Parlament nie ganz leicht durchzusetzen. Nur mit einer Fülle von überzeugenden Indizien waren die murrenden antiimperialistischen Kräfte in der Heimat – in diesem Fall Edmund Burke und seine Umgebung – zum Schweigen zu bringen.

Also starteten Wellesley und seine Verbündeten eine Kampagne, die Tipu Sultan als bösartiges und aggressives muslimisches Ungeheuer darstellte, das die Briten vom gesamten indischen Subkontinent vertreiben wollte. Es war der Auftakt zu einer profitablen territorialen Eroberung und zur Installation eines gefügigeren Regimes. Denn so konnten die Eroberer den Eindruck erwecken, dass sie das Land an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgaben, während es in Wirklichkeit unter strikter westlicher Oberaufsicht verblieb.

Was mit der Vertreibung offen antibritischer muslimischer Herrscher begonnen hatte, endete mit der Annexion selbst der fügsamsten Staaten. Im Februar 1856 besetzten die britischen Truppen das nordindische Avadh, wobei die fadenscheinige Begründung lautete, der lokale Herscher (Nawab genannt) pflege einen „extravaganten“ Lebensstil. Um die Annexion zu rechtfertigen, präsentierte man dem Parlament ein Dossier, das vor Übertreibungen nur so strotzte. Ein britischer Beamter, der an der Operation teilgenommen hatte, bezeichnete dieses „Parlamentarische Blaubuch über Avadh“ als „orientalisches Märchen“ und „eine von offizieller Seite fabrizierte Dichtung“. Die britische Darstellung werde schon durch die „schlichte und unleugbare Tatsache“ widerlegt, dass die Bevölkerung des eroberten Gebiets das von den Briten geschmähte Regime des Nawabs der „habgierigen, aber in rosigen Farben gemalten Regierung“ der Ostindienkompanie eindeutig vorziehe.

Mit solchen Mitteln schaffte es die Kompanie, bis Anfang 1857 zwei Drittel des indischen Territoriums unter ihre direkte Herrschaft zu bringen. Darüber hinaus verfolgten viele offizielle Verfechter der neuen „Vorwärtsstrategie“ den Plan, auf dem Subkontinent nicht nur britische Gesetze und Technologie, sondern auch britische Werte durchzusetzen. Diese Neokonservativen predigten die Lehre, der Westen müsse Indien nicht nur beherrschen, sondern erlösen. Lokale Regeln und Rechte, die empfindlichen Christenmenschen ein Dorn im Auge waren, wurden deshalb einfach abgeschafft. Ein Beispiel war das Verbot der Witwenverbrennung. Charles Grant, einer der Direktoren der Kompanie, formulierte eine von vielen geteilte Überzeugung, als er die Präsenz der Briten in Indien als Resultat einer höheren Vorsehung pries: „Müssen wir daraus nicht den Schluss ziehen, dass unsere asiatischen Gebiete uns nicht einfach übergeben wurden, um Profite aus ihnen zu beziehen, sondern um unter ihren Bewohnern, die so lange im Dunkel versunken waren, das Licht der Wahrheit zu verbreiten?“

Am 11. Mai, kurz nach Sonnenaufgang

Die von christlichen Missionaren verbreiteten Traktate bestätigten die Ängste der Muslime, verstärkten die Opposition gegen die britische Herrschaft und schufen einen Resonanzboden für die sich rasch vermehrenden Gruppen islamischer Dschihadis, die entschlossen waren, die Herrschaft der kafir, der Ungläubigen, zu beenden. Umgekehrt nährten die Aktivitäten „wahabitischer Konspirateure“ gegen die Christen bei den evangelikalen Missionaren die Überzeugung, dass man diesen „muslimischen Fanatikern“ entschlossen entgegentreten müsse.

Diese Eskalation mündete in den großen Sepoy-Aufstand von 1857. Am 11. Mai jenes Jahres verrichtete der Mogulkaiser Bahadur Shah Zafar in Delhi kurz nach Sonnenaufgang seine morgendlichen Gebete in seinem über dem Ufer des Dschumna gelegenen Palast, als er jenseits des Flusses eine Staubwolke erblickte. 300 Sepoy ritten auf seinen Palast zu. Die einheimischen Soldaten der Ostindienkompanie waren in der Nacht von Meerut herübergeritten, wo sie sich gegen ihre britischen Offiziere erhoben hatten, um nun in Delhi den Segen des Mogulkaisers für ihren Aufstand zu erbitten.

Kurz darauf fielen die Sepoy in Delhi ein und massakrierten alle christlichen Männer, Frauen und Kinder, die sie aufspüren konnten. Anschließend erklärten sie den 82-jährigen Mogulkaiser zu ihrem Oberbefehlshaber. Auf der Hauptstraße Delhis wurde jeder Passant kontrolliert: Britische Männer und Frauen, die zum Islam konvertiert waren – von denen es in Delhi erstaunlich viele gab –, wurden nicht belästigt. Indische Christen dagegen wurden auf der Stelle niedergemetzelt. Die Rebellenführer begründeten ihr Vorgehen in einem Aufruf später so: „Die Engländer sind Leute, die alle Religionen unterwerfen.“ Da die Engländer der gemeinsame Feind von Muslimen und Hindus seien, sollten sich diese „vereinen, um sie abzuschlachten“. Denn nur so könne man Leben und Glauben von Hindus wie von Muslimen retten.

Der Aufstand entwickelte sich binnen kurzem zur größten antikolonialen Revolte, die im 19. Jahrhundert gegen ein europäisches Kolonialreich unternommen wurde. Vielerorts wurde der Sepoy-Aufstand durch eine breite zivile Bewegung unterstützt. In den Kämpfen kam es auf beiden Seiten zu vielen brutalen Gemetzeln.

Der Aufstand hatte viele Ursachen. Vor allem äußerte sich in ihm das Gefühl, dass die heidnischen Ausländer sich in einem Teil der Welt einmischten, in dem sie vollkommen fremd waren. Dennoch nahm er bald den Charakter eines Glaubenskriegs an, der sich vor allem als Verteidigungsaktion gegen das rapide Vordringen von Missionaren und christlichen Ideen in Indien artikulierte, wobei dieser Glaubenskrieg allerdings in einem allgemeineren Befreiungskampf gegen die Okkupanten aus dem Westen aufging.

Die Sepoy waren in ihrer großen Mehrheit zwar Hindus, doch es kam auch zu Szenen, die an die Aufstände von Muslimen erinnern, mit denen es die USA heute im Irak und in Afghanistan zu tun haben. So flatterte auf der Hauptmoschee von Delhi eine Dschihadfahne, und viele der Widerstandskämpfer bezeichneten sich als Mudschaheddin oder Dschihadis. Am Ende der Belagerung von Delhi und nachdem sich ein großer Teil der Sepoys davongemacht hatte, stellten die Dschihadis in diesem Sturmzentrum der Rebellion etwa die Hälfte der aufständischen Streitkräfte. Dazu gehörte auch ein Regiment von „Selbstmord-Ghazis“, die geschworen hatten, nichts mehr zu essen und so lange zu kämpfen, bis sie durch die Hände der kafirs fielen.

Die Belagerung endete am 14. September 1857 mit dem Sturm der britischen Truppen auf die belagerte Stadt. Dabei massakrierten die Soldaten nicht nur die rebellischen Sepoys und die Dschihadis, sondern auch die Zivilbevölkerung der Hauptstadt des Mogulreichs. Allein im Viertel Kucha Chelan wurden 1 400 unbewaffnete Menschen abgeschlachtet. „Es gab den Befehl, jede Menschenseele zu erschießen“, berichtete damals ein junger Offizier namens Edward Vibart: „Ich habe in letzter Zeit viele blutige und schreckliche Dinge gesehen, aber ich bete, dass ich Szenen, wie ich sie gestern erlebt habe, nie mehr sehen muss. Alle Frauen wurden verschont, aber sie weinten und schrien im äußersten Schmerz, als sie Zeuge wurden, wie man ihre Männer und Söhne abschlachtete. Der Himmel weiß, dass ich kein Mitleid empfinde, aber wenn ein alter, graubärtiger Mann angeschleppt und vor deinen Augen erschossen wird, dann muss einer, der das ungerührt mitansehen kann, schon ein sehr hartes Herz haben.“

Die Bewohner Delhis, die das Gemetzel überlebten, wurden ins Umland vertrieben. Die zuvor lebendige Metropole mit einer halben Million Einwohner war nur noch eine leere Trümmerstätte. Obgleich die kaiserliche Familie kampflos kapituliert hatte, wurden die meisten der 16 Söhne des Großmoguls zum Tode verurteilt und aufgehängt. Drei von ihnen, die sich freiwillig gestellt hatten, wurden kaltblütig erschossen, nachdem man ihnen befohlen hatte, sich nackt auszuziehen. Der britische Captain William Hodson schrieb tags darauf an seine Schwester: „In 24 Stunden habe ich die wichtigsten Mitglieder des Hauses von Timur dem Tartaren umgebracht. Ich bin kein grausamer Mensch, aber ich gestehe, dass ich die Möglichkeit, die Erde von diesem Lumpenpack zu befreien, wahrlich genossen habe.“

Der gefangene Kaiser wurde vor Gericht gestellt. Die Anklage lautete fälschlicherweise, er stehe hinter einer internationalen muslimischen Verschwörung, die das Britische Empire zerstören wolle und von Mekka und dem Iran bis zu den Mauern des Roten Forts von Delhi reiche. Entgegen aller Beweise, dass die überwiegend hinduistischen Sepoys den Aufstand begonnen hatten, argumentierte der Staatsanwalt: „Wir können das schreckliche Unheil von 1857 hauptsächlich auf Intrigen der Muselmanen und eine mohammedanische Verschwörung zurückführen.“ Das war eine groteske und von religiösem Fanatismus geprägte Vereinfachung einer weit komplexeren Wirklichkeit, die uns an Vorstellungen erinnert, wie sie die jüngsten Abenteuer im Nahen und Mittleren Osten inspiriert haben. Auch damals fanden es die Politiker einfacher, die Schuld für das von ihnen selbst ausgelöste Blutvergießen einem geistlosen „muslimischen Fanatismus“ zuzuschreiben, statt die Folgen ihrer eigenen Außenpolitik zu überprüfen.

Das Gift des Gegners als Lebenselixier

Die Lehren aus diesem blutigen Aufstand von 1857 liegen klar auf der Hand. Es gefällt keinem, wenn Menschen anderen Glaubens das eigene Land erobern oder versuchen, dem eigenen Volk mit vorgehaltener Waffe angeblich überlegene Ideen aufzuzwingen. 1857 mussten die Briten einsehen, was Israel und die USA in unseren Tagen lernen müssen: dass eine aggressive Einmischung des Westens im Osten die effektivste Methode ist, ein Volk gegen sich aufzubringen und – konkreter – die gemäßigten Aspekte des Islam zu erodieren. Die Geschichte des islamischen Fundamentalismus und des westlichen Imperialismus sind von jeher eng ineinander verwoben. Auf ganz besondere und sehr konkrete Weise haben die jüdischen, die christlichen und die islamischen Fundamentalisten sich stets gegenseitig gebraucht, um ihre Vorurteile und ihren Hass gegen die jeweils beiden anderen abrahamischen Religionen zu stärken. Das Gift der einen wird den anderen zum Lebenselixier.

Die gewaltsame Unterdrückung des Sepoy-Aufstands von 1857 war ein Schlüsselereignis in der Geschichte des britischen Imperialismus in Indien. Es markierte das Ende der Ostindienkompanie wie der Moguldynastie und damit der beiden wichtigsten Kräfte, die der Geschichte Indiens in den 300 Jahren zuvor den Stempel aufgedrückt hatten. An deren Stelle trat die unverhüllte imperiale Herrschaft durch die britische Regierung. Kurz nachdem der Leichnam des letzten Mogulkaisers in ein anonymes Grab irgendwo in Burma geworfen worden war, nahm Königin Victoria auf Vorschlag von Premierminister Disraeli den Titel „Kaiserin von Indien“ an. Damit begann eine neue und sehr andersartige Epoche direkter imperialer Herrschaft.

Doch die Nachwirkungen der damaligen Ereignisse machen uns in vieler Hinsicht bis heute zu schaffen. Und zwischen den Dschihadis von 1857 und denen, mit denen wir heute zu tun haben, gibt es eine direkte Verbindung. Denn die Reaktion eines Teils der muslimischen Ulema auf 1857 bestand darin, den Westen abzulehnen und mit ihm die gemäßigten Sufi-Traditionen der Mogulkaiser, die man tendenziell als Marionetten des Westens betrachtete. Stattdessen begannen diese Kräfte, sich auf die reinen islamischen Wurzeln zu besinnen. Damals wurde zum Beispiel in Deoband eine Madrasse gegründet, die ähnlich wie später der Wahabitismus ausschließlich die strengen Grundsätze des Korans lehrte. 140 Jahre später waren es die pakistanischen Madrassen – die aus der Deoband-Tradition hervorgegangen sind –, aus denen sich die Taliban rekrutierten. Und die schufen bekanntlich das am stärksten rückwärtsgewandte islamische Regime der modernen Geschichte, das wiederum zum idealen Nährboden für die al-Qaida wurde – und damit zur Ausgangsbasis des radikalsten islamischen Gegenangriffs gegen den Westen.

Die Geschichte wiederholt sich also nicht nur in dem Sinne, dass westliche Mächte zu ihrem alten Spiel zurückkehren und auf westliche Garnisonen gestützte Marionettenregime installieren, die ihren eigenen Interessen dienen. Noch alarmierender ist, dass die intellektuellen Haltungen, die solche Abenteuer ermöglicht haben, praktisch die gleichen geblieben sind. Obwohl der Orientalismus alten Stils seit über 25 Jahren von Edward Said und anderen unter Beschuss genommen wurde, ist er nach wie vor quicklebendig.

Und auch die entsprechenden Vorurteile entfalten noch immer ihre Wirkung. Wobei heute Samuel Huntington, Bernard Lewis und Charles Krauthammer die Rolle ausfüllen, die im 19. Jahrhundert konservative Denker wie John Stuart Mill und Thomas Babington Macaulay gespielt haben. In den Schriften dieser neokonservativen Autoren überlebt die alte koloniale Vorstellung von den muslimischen Herrschern als orientalischen Despoten, die erneut einem gutgläubigen Publikum von Kriegstreibern ins Ohr geblasen wird, um die eigenen imperialen Projekte zu rechtfertigen.

Auch heute belauern sich West und Ost über eine kulturelle Trennlinie hinweg, in der viele schon die Front eines Religionskriegs erkennen wollen. Dschihadistische Selbstmordattentäter attackieren ihre christlichen Feinde mit Aktionen, die sie selbst als defensiv betrachten. Und wie früher sind im Westen evangelikale Politiker imstande, ihre Gegner in der Rolle des „absoluten Feindes“ darzustellen und bewaffneten Widerstand gegen Invasion und Okkupation mit dem „Bösen schlechthin“ gleichzusetzen. Und westliche Länder, die für die Wirkungen ihrer eigenen Außenpolitik blind sind, fühlen sich auch heute wieder gekränkt und überrascht, wenn sie von Leuten angegriffen werden, die in ihren Augen nichts als hirnlose Fanatiker sind.

Was wir daraus lernen können, liegt auf der Hand. Nach der berühmten Überlieferung von Edmund Burke sind die Menschen, die nichts aus der Geschichte lernen, stets dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Aus dem Englischen von Niels Kadritzke Von William Dalrymple erschien kürzlich „The Last Mughal: The Eclipse of a Dynasty, Delhi 1857“, London (Bloomsbury) 2007, ausgezeichnet mit dem Duff Cooper Prize for History and Biography 2007.

Le Monde diplomatique vom 10.08.2007,