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Die Jüngsten werden umgebracht

Am 17. Mai dieses Jahres starben bei einem Brand im honduranischen Gefängnis von San Pedro Sula 103 minderjährige Häftlinge. Möglicherweise halfen Gefängnisaufsicht und Polizei bei dieser Tragödie nach. Mit aller Brutalität gehen die Sicherheitskräfte von Honduras gegen die jüngsten und ärmsten Straftäter vor. Eine Blutspur außergerichtlicher Exekutionen von Jugendlichen und Kindern zieht sich durch das Land: 2 125 Honduraner im Alter zwischen 3 und 23 Jahren starben in den vergangenen fünf Jahren auf diese Weise einen gewaltsamen Tod.

Von RAPHAELLE BAIL *

DIE junge Polizistin Ana Bessy Ramírez beschuldigte einige ihrer Kollegen, korrupte Mörder zu sein und unter den straffälligen Jugendlichen verschiedener Banden, den „Mareros“ oder „Pandilleros“, brutal aufzuräumen. Vergangenes Jahr schrieb sie in einem ihrer letzten Briefe: „Sie bringen die Mareros um. Sie machen sich spätabends auf den Weg, um sie zu töten. Sie schleppen sie in die Zuckerrohrfelder, manchmal hängen sie die Jungen auch auf oder erschießen sie. Vielleicht machen sie das demnächst auch mit mir.“ Kurze Zeit später wurde sie von Unbekannten ermordet.

Oscar Medina (15) und sein Kumpel José Hernández (14) wurden vor mehr als sechs Jahren umgebracht. Sie waren gerade dabei, ein Fahrrad auf einem öffentlichen Platz in El Progreso zu stehlen, als sie von fünf bewaffneten Männern gezwungen wurden, in ein blaues Auto zu steigen. Am nächsten Tag fand man die verstümmelten Leichen der beiden. Offizielle Nachforschungen endeten ohne Ergebnis, obwohl Zeugenaussagen aus der Nachbarschaft aufschlussreich waren: Erst am Morgen vor der Bluttat waren Beamte der obersten staatlichen Behörde für Verbrechensaufklärung (DGIC) in der Nachbarschaft mit einem Wagen vorgefahren, der dem Fahrzeug der Entführer ähnlich sah. Sie hatten den gesamten Kiez auf der Suche nach minderjährigen Dieben verhört. Mehrere Zeugen identifizierten sogar einen der DGIC-Beamten als Entführer.

Für die weitere Untersuchung des Falles war ebenfalls die DGIC zuständig. Sie versäumte es, die wenigen Zeugen zu befragen, die den Mut zum Reden aufbrachten. Außerdem wurden die Familien der Opfer eingeschüchtert und schwiegen lange Zeit. Erst im Jahr 2002 entschloss sich José, Oscars älterer Bruder, das Schweigen zu brechen. Er ging zum Kinderhilfswerk Casa Alianza1 , einer in Honduras bekannten Nichtregierungsorganisation, und zeigte den Fall an.

„Es wurde ziemlich viel Rummel um uns gemacht, seit wir einen internationalen Preis für den Schutz der Kinder erhalten hatten“, erklärt José Manuel Capellín, der Leiter der Casa Alianza. „José kam zu uns und erzählte von der Ermordung seines Bruders. Mittlerweile haben wir den Fall bis vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht.“ Casa Alianza setzte auch in sechs anderen Fällen auf internationale Institutionen. Denn obwohl die Morde an Oscar und José besonders brutal waren, stehen sie für eine sehr weit verbreitete Praxis.

Honduras ist ein kleines Land, es hat 6,6 Millionen Einwohner. Immer wieder werden kriminelle Jugendliche gefoltert und ohne jede rechtliche Grundlage exekutiert. Nach Recherchen in der Presse, Beratungen mit anderen Nichtregierungsorganisationen und einer Reihe von Gesprächen mit betroffenen Familien hat Casa Alianza für die Jahre 1998 bis 2003 insgesamt 2 125 Morde an Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 23 Jahren gezählt. Die Hälfte der Opfer waren jünger als 18 Jahre, und fast alle waren halbwüchsige Jungen oder Männer. Auch die honduranische Staatsanwaltschaft bestätigt diese Zahlen. In manchen Monaten werden jeden Tag zwei Kinder oder junge Erwachsene getötet.2

Die honduranische Öffentlichkeit ist über diese Morde schlecht informiert und verhält sich überwiegend gleichgültig. Die meisten Bewohner des Landes glauben der Darstellung ihrer Behörden, dass es sich bei den Bluttaten um Abrechnungen unter den Mitgliedern verfeindeter Banden handelt. Ein Problembewusstsein begann erst zu entstehen, als die makabren Zahlen von Casa Alianza im Land und auch der internationalen Öffentlichkeit bekannt wurden. Auch die Vereinten Nationen veröffentlichten einen Bericht, in dem angedeutet wird, dass die Ordnungskräfte des Landes an den Exekutionen beteiligt sind.3 Nachforschungen der honduranischen Menschenrechtskommission gingen in die gleiche Richtung.

Vor zwei Jahren, im Oktober 2002, gab schließlich Präsident Ricardo Maduro öffentlich zu, dass 574 Kinder und Jugendliche Opfer illegaler Hinrichtungen geworden sind. „In keinem Land Europas könnte sich die Regierung länger halten, wenn so etwas auch nur als Einzelfall vorkäme“, empört sich Casa-Alianza-Chef Capellín. „Wir waren insoweit erfolgreich, als jetzt alle zugeben, dass es diese Verbrechen gibt. Aber bisher ist so gut wie niemand dafür bestraft worden.“

Der schneidige Innenminister Óscar Álvarez hat unterdessen einen Kreuzzug gegen das Verbrechen ausgerufen und besteht energisch auf seiner Version der Ereignisse: „90 Prozent der Opfer sind Mareros. Wir haben es hier mit Abrechnungen unter Jugendbanden zu tun.“ Diese Darstellung bringt Capellín in Rage – nach den Erkenntnissen von Casa Alianza sind die Bandenkriege höchstens für 20 Prozent der Morde verantwortlich.

Auch alle anderen an den Nachforschungen beteiligten nichtstaatlichen Organisationen haben „bei vielen Hinrichtungen eine Vorgehensweise entdeckt, die auf die Beteiligung von Ordnungskräften und Sicherheitsorganen schließen lässt“. Häufig kommen Waffen mit einem Kaliber zum Einsatz, das auch bei Polizei und Militär in Gebrauch ist. Geschossen wird aus vorbeifahrenden Autos, die in mehreren Fällen direkt am Tatort identifiziert wurden. Manche Opfer wurden gefoltert und erhielten anschließend einen Gnadenschuss in den Nacken. Andere wurden verstümmelt.

Sind das die Methoden der Maras? Für Asma Jahangir, die im Auftrag der UNO die Untersuchungen geleitet hat, „gibt es keinen Zweifel an der Existenz gewalttätiger Banden in dem Land. Aber dass es solche Gruppen gibt, darf nicht als Vorwand für außergerichtliche Exekutionen dienen, die völlig straffrei von den Sicherheitskräften begangen werden.“

„Uns ist bewusst, dass in manchen Fällen Polizisten beteiligt waren. Wir sind dabei, das zu untersuchen“, versichert Innenminister Álvarez, ohne dass bisher etwas geschehen wäre. Sofort geht er zum Gegenangriff über: „Gewisse Personen, die mit dem Ausland in Verbindung stehen, haben von einer staatlichen Politik der sozialen Säuberung gesprochen, und das ist völlig falsch.“ Offiziell stünden nur in einem Prozent der Todesfälle Sicherheitskräfte unter Tatverdacht.

Mit der Untersuchung der Mordfälle ist die Untersuchungsbehörde DGIC betraut. Sie soll der Staatsanwaltschaft ihre Ergebnisse vorlegen und untersteht wie die Polizei dem Innenministerium – dabei schwärzt man einander unter Kollegen nur ungern an. Generalstaatsanwalt Roy Medina hat immerhin anerkannt, dass es nach wie vor keine eindeutige Antwort auf die Fragen gibt, wer diese Morde warum begeht. „Es heißt, die Polizei sei daran beteiligt, aber es gibt auch private Gruppen. Gewisse Leute sind der Meinung, dass man das Problem der Gewaltverbrechen dadurch lösen sollte, dass man Straftäter umbringt. Es ist eine Art private Polizei entstanden … Man kann kaum noch beurteilen, wer genau was tut.“

Was die Verzögerung der Untersuchungen in Fällen angeht, in denen Polizisten tatverdächtig sind, hält sich Medina bedeckt. Sind die von der DGIC erbrachten Beweise ausreichend? „Wenn sie es wären, dann hätten wir die Schuldigen allesamt verurteilt. Es ist eher so, dass die Beweise nicht ausreichend sein dürfen.“

Dass die Täter bis jetzt straflos davongekommen sind, hat sicher auch mit der schlechten Ausstattung der honduranischen Verwaltung zu tun. Vor allem liegt es aber am fehlenden politischen Willen, die Verbrechen aufzuklären – wenn nicht sogar an dem Versuch, ein riesiges Projekt der sozialen Säuberung zu verbergen. Was soll man von der extremen Langsamkeit halten, mit der die Justiz die Fälle einiger hoher Polizeibeamter behandelt, denen konkret mehrere Morde an Pandilleros zur Last gelegt werden? Die Betreffenden sollen außerdem für Entführungen verantwortlich sein und Gewehre frisiert haben, um ihre Spuren zu verwischen. Diese Waffen – obwohl bei der Polizei in Tegucigalpa unter Verschluss gehalten – waren erst „verschwunden“ und wurden dann zerstört. Ähnlich haarsträubend ist, dass eine Anklageschrift, die sechs Polizisten eigenmächtiger Hinrichtungen beschuldigte, im Oktober 2002 verschwand.

María Luisa Borjas, eine ehemalige hohe Polizeibeamtin mit 25 Jahren Berufserfahrung und Autorin vieler solcher Berichte, überrascht so etwas nicht mehr. Anfangs für ihre Erfolge im Kampf gegen das organisierte Verbrechen gefeiert, ist sie mittlerweile im Apparat verhasst. Sie hat den Fehler gemacht, als Leiterin der Abteilung für polizeiinterne Angelegenheiten allzu gründlich zu arbeiten. Nachdem Borjas kriminelle Machenschaften im Polizeiapparat aufgedeckt hatte und sich an die Presse wandte, wurde sie vom zuständigen Minister abgesetzt. Trotz der Bedrohung ihrer Familie setzt sie ihre Aufklärungsarbeit jedoch fort.

Unter Borjas’ Dokumenten befindet sich das Protokoll der Zeugenaussage eines jungen Mannes, der von der Polizei gezwungen wurde, seine früheren Komplizen bei der Hehlerei mit gestohlenen Autos zu verraten. Einer nach dem anderen wurde ermordet. Zu Tode erschrocken, entschloss sich der Zeuge zur Flucht ins Ausland, allerdings nicht ohne sich vorher zu beschweren. „Es gibt im ganzen Land ungefähr 20 Mordkommandos, die von Polizisten aufgebaut wurden“, sagt Borjas. „Die Staatsanwaltschaft hat das auch untersucht – aber nur bis zu dem Punkt, an dem klar wurde, dass es sich dabei um eine staatliche Politik handelt.“

„Dieser Staat hat keine Achtung vor dem Leben“, sagt Berta Oliva, Vorsitzende des Komitees der Familien von Häftlingen und Verschollenen in Honduras (Cofadeh)4 . „Er kennt die für diese Hinrichtungen Verantwortlichen, aber er unternimmt nichts gegen sie. Denn dann müsste er seine eigenen Vertreter bestrafen.“ Oliva erinnert daran, dass sich das Innenministerium nie von jenen Mitarbeitern getrennt hat, die sich bei der Repression unter der Militärherrschaft in den Achtzigerjahren besonders hervorgetan haben. „In Polizei und Armee herrschen nach wie vor dieselben menschenverachtenden Praktiken.“

Sogar Präsident Maduro gilt als Beispiel des Abgleitens in die Selbstjustiz. 1997 wurde sein einziger Sohn bei einem Kidnappingversuch ermordet. Seit mehrere der Entführer unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen, gehen Gerüchte über den Auftraggeber dieser Verbrechen um. Zwar gibt es nicht den geringsten Beweis, aber die Gerüchte werden dennoch von Zeugen, Beamten und Polizisten unaufhörlich verbreitet.

In den Augen vieler Honduraner haben die Mareros ohnehin „nur bekommen, was sie verdienen“. Tatsächlich geht die zunehmende Gewalt teils auf das Konto der Banden. Aber die Repression der Behörden wird dieser Gewalt immer ähnlicher. Seit Maduro 2002 an die Macht kam, setzt er eine Null-Toleranz-Politik gegenüber den Maras durch, und die Medien feiern ihn dafür. So wurde im Rahmen einer Strafrechtsreform im Juli 2003 fast einstimmig eine Neuauflage des Gesetzes 332 beschlossen, das die Maras zu verbrecherischen Organisationen erklärt. Nach diesem Gesetz ist schon die Mitgliedschaft in einer Mara ein Verstoß; es genügt, eine entsprechende Tätowierung zu tragen, um verhaftet und eingesperrt zu werden.5

In Honduras leugnet niemand die Vergehen der jugendlichen Gangster – schon gar nicht Ernesto Bardalas, der als Soziologe erfolgreich ein Programm der Wiedereingliederung von Pandilleros (JHAJA) in San Pedro Sul betreibt. Nach sieben Jahren Arbeit mit den Banden nennt er drei Faktoren, die Jugendliche in die Kriminalität drängen: Drogen, polizeiliche Schikanen und Waffenhandel. „Um Drogen zu kaufen, werden die Jugendlichen gewalttätig. Neuerdings bedienen sich auch die Drogenhändler der Banden, um ihre Gebiete zu verteidigen, um den Nachschub zu sichern und wenn sie jemanden umbringen lassen wollen.“ An diesem Punkt wird es schwierig, die Ursachen weiterzuverfolgen, die zum Tod vieler Jugendlicher führen. Man kann Abrechnungen unter Drogenhändlern und Banden verantwortlich machen. Weil Politiker, Polizisten und Militärangehörige aber selbst in den Drogenhandel verstrickt sind, ist das Ganze viel komplizierter.

Wer Honduras nicht kennt, kann sich kaum vorstellen, wie allgegenwärtig das Gefühl der Bedrohung hier ist. Entsprechend gut läuft das Geschäft der privaten Sicherheitsdienste. Auch die Comités de Seguridad Ciudadana, die Bürgerwehren, haben regen Zulauf. Sie entstanden 1998 mit Unterstützung des damaligen Innenministers. Auf diese Weise organisierten die Gemeinden ihre Selbstverteidigung. Sie sollten die Sicherheit in Gebieten wiederherstellen, in denen die Polizei allein die Situation nicht unter Kontrolle bekam. Amnesty international kritisiert diese Milizen jedoch, weil sie auf unklarer Rechtsgrundlage operieren. Außerdem „scheinen die Bürgerwehren in bestimmten Fällen [außergerichtlicher Exekutionen] mit Billigung der Polizei vorzugehen“6 . Selbst Alvaréz gibt zu, dass ihre Existenz „problematisch“ ist. Egal ob Bürgerwehren, Polizei oder private Sicherheitsdienste: Leib und Leben der Honduraner sind in den Händen von Leuten, die weder über die erforderliche Ausbildung noch über ethische Prinzipien verfügen.

Und wünschen sich diese Leute tatsächlich die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung? Treibt sie nicht vielmehr ein bedingungsloser Hass auf alle Gesetzesbrecher? Oder eine Verachtung für alle, die von der Armut erfasst und dem Verbrechen in die Arme getrieben wurden? In jedem Fall speist sich die soziale Säuberung aus einer propagandistischen Darstellung der Kriminalität, die hartnäckig einige Tatsachen ignoriert. So leben 77,3 Prozent der Honduraner in Armut und 54,4 Prozent in absoluter Armut.7 Zugleich hat selbst die Regierung bestätigt, dass Jugendliche nur 5 Prozent aller Straftaten begehen. Und das honduranische Institut für Kindheit und Familie (IHNFA) hat 1999 sogar errechnet, dass nur 0,02 Prozent aller nachgewiesenen Morde im Land auf das Konto von Minderjährigen gehen.

Juan Almendárez ist Leiter des CPRTRT, einer Institution zur Bekämpfung der Folter und zur Behandlung und Wiedereingliederung ihrer Opfer. Für ihn sind die Hinrichtungen Teil einer längeren Entwicklung. In Honduras, sagt Almendárez, kehren die Gespenster der Achtzigerjahre zurück. „Die Doktrin der nationalen Sicherheit ist neu, aber die Mechanismen sind noch die alten: Man identifiziert einen Feind, man erzeugt ein Klima des Terrors, und schließlich fährt man mit einer starken Militär- und Polizeipräsenz auf, um das Land im Würgegriff zu halten.“ So werden die heutigen Pandilleros zu Nachfolgern der dämonisierten Linken in den Siebziger- und Achtzigerjahren. Und um wie damals von der bitteren Armut und den Folgen der Wirtschaftsreformen abzulenken, bescheren die Machthaber einen neuen gemeinsamen Feind, den es mit aller Macht zu vernichten gilt.

deutsch von Herwig Engelmann

* Journalistin

Fußnoten: 1 www.casa-alianza.org, nicht immer zu erreichen. 2 Allein im Januar 2004 gab es 45 bestätigte Mordfälle; 25 der Opfer waren zwischen 18 und 23 Jahre alt, die anderen jünger. In der Hauptstadt Tegucigalpa und in San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt und dem industriellen Zentrum von Honduras, werden die meisten Toten gefunden. 3 Jahangir Asma, „Les droits civiles et politiques, en particulier la question des disparitions et exécutions sommaires“, Bericht der Menschenrechtskommission des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen, Genf, Juni 2002. 4 www.cofadeh.org. 5 Die Bandenführer der Maras müssen mit Haftstrafen von 9 bis 12 Jahren rechnen. Die beiden größten rivalisierenden Gruppen sind die Mara Salvatrucha und die Mara 18. S. Philippe Revelli, „Gegeneinander und auch gegen den Rest Amerikas“, Le Monde diplomatique, März 2004. 6 „Cero Tolerancia … a la impunidad. Ejecuciones Extrajudiciales de niños y jóvenes desde 1998“, amnesty international, London, Februar 2003. 7 Comisión Económica para América Latina y el Caribe, Síntesis-Panorama social de America Latina 2002–2003, Mexiko, November 2003, S. 8–9.

Le Monde diplomatique vom 12.11.2004,