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Romuald Hazoumè

ist 1962 in Porto-Novo in Benin geboren. Er arbeitet äußerst vielfältig und verwendet ganz unterschiedliche Medien. In seinen komplexen Installationen benutzt er gefundene Objekte, setzt aber auch Film, Klang und sogar Gerüche ein. Immer wieder tauchen Plastikkanister in seiner Arbeit auf, zum Beispiel in seinen oft sehr witzigen Masken als zentrales Element, aber auch in den großen Installationen, in denen es um Sklavenhandel und afrikanische Flüchtlinge geht. Auch in den Fotografien sind oft mit Kanistern hoch beladene Fahrräder und Mopeds zu sehen, die auf den ersten Blick sehr malerisch aussehen: Sie dokumentieren den illegalen Transport von geschmuggeltem Benzin aus Nigeria zu den Abnehmern in Benin. So setzt sich seine Arbeit immer wieder ganz konkret mit dem Leben im zeitgenössischen Afrika und mit dessen Beziehung zur westlichen Welt auseinander.

Für die Abbildungen danken wir dem Künstler, der October Gallery, London, www.octobergallery.co.uk, und der Galerie Magnin-A, Paris. Das Copyright liegt bei der VG Bild-Kunst, Bonn. Wilhelm Werthern

Le Monde diplomatique vom 13.01.2012, Wilhelm Werthern