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Ausgabe vom 13.8.2010

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DNA & Co.

DNA: Die Desoxyribonukleinsäure, ein langes Molekül aus zwei Strängen, die in einer Doppelhelix ineinander verschraubt sind, ist der Träger der genetischen Information.

Gene: Die Gene sind die Worte, aus denen die DNA-Sequenzen bestehen. Wenn sich ein Ribosom, die chemische Fabrik der Zelle, an ein Gen anlagert, produziert es ein Proteinmolekül, dessen Form und chemische Zusammensetzung von der Buchstabenfolge des jeweiligen Gens bestimmt wird.

Nukleinbasen: Die Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin (abgekürzt A, T, G und C) sind die vier Buchstaben des genetischen Alphabets. Sie liegen abwechselnd entlang eines DNA-Strangs und formen so eine Sequenz. Man spricht häufig von Basenpaaren, die die beiden Stränge der Doppelhelix miteinander verbinden (A und T beziehungsweise G und C).

Bakterium: Prokaryotische Zelle (ohne Zellkern). In den Labors der synthetischen Biologen wird am häufigsten das Darmbakterium E. coli verwandt, das sich unter optimalen Bedingungen alle 20 Minuten durch Zellteilung vermehrt.

Chassis: Minimalorganismus, dessen einzige Eigenschaft seine Reproduktionsfähigkeit ist. Die Bio-Ingenieure wollen einzelne Gene auf diesen Träger aufbringen, die dem so entstandenen Organismus eine bestimmte Funktion zuweisen.

BioBricks: Das Projekt dreier US-Universitäten ermuntert Studierende, die an neuen Organismen basteln, ihre Ergebnisse miteinander zu teilen. Der Austausch funktioniert nach ähnlichen juristischen Prinzipien wie in der Informatik (open source): Jeder behält sein Urheberrecht, aber überträgt jedem anderen das Recht, seine Bausteine zu nutzen, zu verändern und erneut in Umlauf zu bringen.

Molekularbiologie: Die Lebenswissenschaften beschäftigen sich mit der chemischen Funktion einer Zelle ebenso wie mit der Physiologie eines Organs. Molekularbiologen interessieren sich für die kleinsten Einheiten des Lebens: Moleküle, DNA und Proteine.

Synthetische Biologie: Diese Disziplin im Grenzbereich von Molekularbiologie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften, Nanobiotechnologie und Informationstechnik will das Lebendige nicht nur beobachten, sondern selbst neue Lebensformen kreieren.

Vererbung und Selektion: Proteine sind die notwendigen Bausteine des Lebens, deren unerlässliche Voraussetzung wiederum die Gene sind. Ein verändertes Gen (Mutation) kann ein verändertes Protein erzeugen und damit die Überlebenschancen eines Individuums beeinflussen. Wenn die Mutation dysfunktional ist, ist das Trägerindividuum nicht lebensfähig; wenn sie ihm dagegen einen Vorteil verschafft, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie sich innerhalb der Population vermehrt, da das jeweilige Individuum im Schnitt mehr Kinder haben wird als die übrigen. Das ist der Mechanismus der natürlichen Selektion.

Le Monde diplomatique Nr. 9264 vom 13.8.2010, 94 Zeilen,

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