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Ausgabe vom 12.3.2010

Übersicht

gestern in LMd - heute in den Nachrichten

Über die Tätigkeit des israelischen Geheimdienstes Mossad sind in den letzten Wochen immer neue Details ans Licht gekommen. Der Mord an dem führenden Mitglied der Hamas, Mahmud al-Mabhuh, der am 19. Januar in einem Hotel in Dubai mit einem Kissen erstickt wurde, führte sogar zu diplomatischen Verwicklungen mit Ländern wie Großbritannien, Irland und Frankreich, weil die Täter mit gefälschten Pässen von Bürgern dieser Länder in den Golfstaat eingereist waren. Obwohl die israelische Regierung zum Tod des Hamas-Funktionärs ausdrücklich schwieg, erkennen internationale Experten und die Geheimdienst-Community in der "außergerichtlichen Hinrichtung" von Dubai die Handschrift des Mossad. Auffällig ist vor allem die Parallele zu dem Mordversuch an Chaled Meschal vom 25. September 1997 in Amman. Damals waren die israelischen Agenten, die den Hamas-Chef mit einem Giftspray umbringen wollten, mit frisierten kanadischen Pässen nach Jordanien eingereist. An der Spitze der israelischen Regierung stand auch damals Benjamin Netanjahu. Warum die Mossad-Aktion von damals ein gigantischer Fehlschlag war und wie König Hussein den israelischen Ministerpräsidenten zwingen konnte, den vergifteten Hamas-Funktionär ins Leben zurückzuholen, hat Adam Shatz im September 2009 in Le Monde diplomatique beschrieben. Seine Darstellung mit dem Titel "Bündnisse, Morde, Karrieren" gibt einen aufschlussreichen Einblick in die Feindbilder und Vorgehensweisen des legendären israelischen Geheimdienstes.

Le Monde diplomatique Nr. 9137 vom 12.3.2010, 47 Zeilen,

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