Le Monde diplomatique
Abonnieren Sie unseren Newsletter, Ihre E-Mail:

LE MONDE diplomatique gibt es jetzt auch für Blinde und Sehbehinderte als Audio-Abo bei atz-Hörmedien

NEU: Die aktuelle Ausgabe im tazshop Die nächste Ausgabe von LE MONDE diplomatique liegt am 12.12.2014 der taz bei. Ab dem 11.12.2014 gibt es sie separat am Kiosk oder im tazshop

Ausgabe vom 10.11.2006

Übersicht    Voriger Artikel   Nächster Artikel

Richtigstellung

Der Artikel "São Tomé und sein petrolblaues Wunder" von Jean-Christophe Servant in unserer letzten Ausgabe enthält mehrere Fehler und Irrtümer, auf die uns der Autor Gerhard Seibert ("Comrades, Clients und Cousins", African Social Studies Series, Bd. 13, 2006) aufmerksam macht.

1. Bei den "nachgewiesenen" Reserven von 11 Milliarden Barrel Rohöl handelt es sich nur um vermutete Reserven. Die einzige bisher durchgeführte Probebohrung hat kommerziell erschließbare Ölvorkommen nicht klar bestätigt.

2. Falsch ist, dass die Dividenden der ersten Bohrkonzessionen zinslos bei der nigerianischen Hallmark Bank liegen. Der Betrag wurde von Chevron und Exxon 2005 bei der Hallmark Bank eingezahlt und danach auf das Nationale Erdölkonto des Landes bei der Federal Reserve Bank in New York überwiesen.

3. Unrichtig ist die Behauptung, die Regierungswechsel seit 2001 hätten stets etwas mit der Erdölfrage zu tun gehabt.

4. Das Bruttosozialprodukt des Inselstaats stammt nicht überwiegend aus dem Kakaoanbau, sondern aus Tourismus und Entwicklungshilfe.

5. Die US-Regierung hat nie verkündet, auf São Tomé einen Marinestützpunkt errichten zu wollen.

6. Die Präsenz einer Delegation der chinesischen KP beim Parteitag der MLSTP/PSD signalisiert keine Annäherung São Tomés an Peking. Die Regierung hält vielmehr explizit an den vorteilhaften Beziehungen mit Taiwan fest.

7. Die ehemaligen Vertragsarbeiter vom afrikanischen Kontinent heißen "contratados", nicht "contradores".

8. Der 7-prozentige Anteil an den Staatsausgaben, die der kleineren Insel Príncipe jährlich zustehen, liegt weit höher als der Anteil der kleinen Insel (5 000 Einwohner) an der Gesamtbevölkerung. Damit entfällt die Vermutung des Autors, in Príncipe könnte eine nennenswerte Separationsbewegung wie in Cabinda (Angola) entstehen.

Le Monde diplomatique Nr. 8122 vom 10.11.2006, 51 Zeilen,

Seitenanfang

Übersicht  Voriger Artikel  Nächster Artikel