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Die nächste Ausgabe von LE MONDE diplomatique erscheint am 09.03.2012 als Beilage der taz und separat am Kiosk ab dem 11.2.2012
Katharina Döbler: Die Stille nach dem GesangVerlag Galiani Berlin 272 Seiten gebunden mit Schutzumschlag ISBN 978-3-86971-021-1
Rezensionen |
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Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Mit ihr zerbröckelte die Insel Westberlin und der Traum einer künstlerischen und politischen deutschen Avantgarde. Als Alexandra Zelinski Anfang der achtziger Jahre nach Westberlin zog, war sie gerade 21 Jahre alt. Patti Smiths "I dont care much for the past but I fuck plenty with the future" hatte sie begleitet, als sie aus einer katholischen Kleinstadt aufbrach, um in den Szenecafés der Musikavantgarde ihr Glück zu suchen. Sie fand Falk Margraf, den alternden Frontmann jener legendären Band, deren rebellische Songs eine ganze Generation geprägt hatten. Doch von dem wütenden Gesang, mit dem er einem unangepassten Lebensgefühl einst Ausdruck verliehen hatte, war nicht viel übrig geblieben. Und der Fall der Mauer brachte seine Welt erst recht ins Wanken. In Die Stille nach dem Gesang zeichnet die Autorin den Weg einer ganzen Generation nach, die in Westberlin eine Insel des Unangepassten, der künstlerischen und politischen Auseinandersetzung fand, schon vor dem Fall der Mauer in einer Sackgasse steckte und sich danach pragmatisch verkaufte. |