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Die nächste Ausgabe von LE MONDE diplomatique erscheint am 08.06.2012 als Beilage der taz und separat am Kiosk ab dem 9.6.2012
In seiner manchmal surreal anmutenden Malerei setzt sich der Künstler, der 1985 in London geboren und in Tel Aviv aufgewachsen ist, oft mit männlichem Heldentum auseinander - um es zu demontieren. So widmet er beispielsweise eine ganze Serie dem Heiligen Georg und versetzt die Legende vom Drachentöter in die heutige Zeit. Der in kräftigem Grün gemalte Drache wirkt trotz seiner gewaltigen Größe eher niedlich und ist offenbar schon besiegt, in manchen Bildern scheint es um seine Entsorgung zu gehen. In anderen Darstellungen findet sich St. Georg in einer zerbombten Stadt wieder - so oder so bleibt wenig Anlass für heroische Posen. Auch Zukermans etwas aufgedunsener Prometheus wirkt eher erschöpft und resigniert als heldenhaft.
Sahar Zukerman lebt und arbeitet in Berlin.
Wilhelm Werthern
In jeder Ausgabe präsentiert die deutschsprachige LE MONDE diplomatique eine/n (zumeist zeitgenössische/n) KünstlerIn mit ausgewählten Werken. So erhalten unsere LeserInnen kleine Einblicke in außersprachliche Darstellungen und Verarbeitungen individueller wie gesellschaftlicher Prozesse. Neben einem kurzen einführenden Text gibt es Hinweise auf aktuelle Ausstellungen und Kataloge zum Weitersehen.