Zum internationalen Holocaust-Gedenktag:
Der jüdische Schriftsteller und Zeitzeuge Aharon Appelfeld über die
Kinder des Holocaust.
Atlas der Globalisierung: Der Film
Die nächste Ausgabe von LE MONDE diplomatique erscheint am 12.02.2010 als Beilage der taz und separat am Kiosk ab dem 13.2.
Comic der aktuellen Ausgabe:Birgit WeyheBirgit Weyhe verbrachte Kindheit und Jugend in Ostafrika. Durch regelmäßige Besuche bei der Familie ist die Verbindung nach Afrika bis heute nicht abgerissen. Viele ihrer Comicgeschichten basieren auf diesen Erfahrungen. So auch die Geschichte "Heldentum" für Le Monde diplomatique, die ein Kindheitserlebnis in Uganda aufgreift. Birgit Weyhe lebt und arbeitet als Illustratorin und Comiczeichnerin in Hamburg. Ihr erstes Comicalbum ist 2008 im Mami Verlag erschienen. Mehr unter www.birgit-weyhe.de |
Die Comic-Welt von LE MONDE diplomatiqueDie letzte Seite von Le Monde diplomatique gehört dem avantgardistischen, kritischen Comic: eigens für die Zeitung gezeichnet, werden hier Bildergeschichten erzählt, die wichtige Themen aus Politik und Alltag mit ihrer eigenen künstlerischen Freiheit aufgreifen: meist frech, oft absurd, manchmal melancholisch. Im Folgenden wird jede Comic-Künstlerin und jeder Comic-Künstler mit einem kurzen Text vorgestellt, der auch Links zu den entsprechenden Homepages, Katalogen und Ausstellungen enthält. Unter anderen waren bisher vertreten: Elvis Studio, Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und ATAK. Wenn Sie die Comics in ihrer ganzen bunten Schönheit bewundern wollen, klicken Sie einfach auf das gewünschte Bild. |
Pascal RabatéEin Mops kam in die Bibliothek und stahl dem Leser ein Buch... In Pascal Rabatés Geschichte in drei Bildern ist es ein Comic, was der Künstler als eine Hommage an das Genre verstanden wissen will. |
Stuart KolakovicMittelalterliche Folklore, Aberglauben und Zauberei waren Stuart Kolakovics Inspirationsquelle für "Die Torheit des Alchimisten". Der alchimistische Traum, künstliches Gold erzustellen, birgt für den Illustrator einen besonderen Reiz: die romantische Neigung, lebenslang ein illusorisches Ziel zu verfolgen. Ganz "wie beim Zeichnen von Comics". Stuart Kolakovic lebt als freier Illustrator in den englischen Midlands ("home to Black Sabbath and Industrial pollution"). Sein erstes Comicbuch "Lichen" erscheint bei Blankslate Books. Mehr von seiner Kunst kann man unter www.stuartkolakovic.co.uk finden." |
Emelie Östergren
Den Stabtanz, den eine kleine Lady auf der Glatze eines Mannes
vollführt, hat sich die Zeichnerin Emelie Östergren für die Comicseite
von Le Monde diplomatique ausgedacht.
"Ich komme aus Schweden und mein eigenes Leben inspiriert mich. Ich
versuche es in poetischen Bildern einzufangen. Die Ideen kommen ganz spontan.
Dabei beeinflussen mich die Erzählweisen des deutschen Comic-Künstlers
Atak, des US-amerikanischen Zeichners Edward Gorey und der Erfinderin
der Mumintrolle Tove Jansson, aber noch mehr die Filme, die ich gucke.
Ich erzähle gerne sehr einfache Geschichten mit offener Handlung, in
denen die Bilder verschiedene Bedeutungen haben können."
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Katy Horan
Sie tragen Spitzendeckchen und haben haarige Gesichter: Die
amerikanische Künstlerin Katy Horan hat für Le Monde diplomatique
"einige edle Damen eines unbekannten Auftrags" gezeichnet:
"Meine Comicseite ist inspiriert von den Renaissance-Porträts des
europäischen Hochadels. In meinen derzeitigen Arbeiten versuche ich
Welten aus aufwendigen Spitzenmustern zu schaffen. Diese bevölkere ich
dann zum Beispiel mit Adelsdamen aus längst vergangenen Zeiten. Die
Porträtierten übersetze ich allerdings in die bizarre Welt meiner
rätselhaften Spitzendamen." |
Marc Bell
Die leicht absurde, aber doch liebevolle Bildergeschichte von Marc Bell
beschreibt den Alltag von "Abnehmbarer Nase" und seinem Partner Carl,
ihren morgendlichen Pfannkuchen und einer Frühlingsrolle, die auf
Stäbchen hockt.
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Volker PfüllerIm ersten Bild von Volker Pfüllers handgezeichnetem Comic für Le Monde diplomatique sieht man nur einen schwarzen Fleck, denn: "Morgens früh um sechs macht der Dichter einen Klecks", klar. Auf der linierten Seite eines gelben Schulhefts reimt es sich dann bis zum bitteren Ende in Schreibmaschinenschrift weiter, illustriert von komischen Bildern in Tusche, Wachsmalfarbe und Tinte. Volker Pfüller entwirft seit vierzig Jahren Bücher, Plakate, Bühnenbilder und Kostüme und lehrte unter anderem an der Leipziger Kunsthochschule Illustration und an der Kunsthochschule Berlin Weißensee Bühnbild. Er lebt und arbeitet in Berlin und in der Uckermark. www.grafikbrief.de |
Tin Can ForestInspirationsquelle für den Comic war unser Interesse an Folkore und Mythologie und unsere fortlaufenden Nachforschungen in diesem Bereich. Die Erlebnisse eines Winterurlaubs, den wir auf einem Biobauernhof auf Saltspring Island verbrachten, beeinflussten den Comic ebenso: die Mondscheinnächte, ein Schwarm Krähen im nahen Wald und eine Herde wilder Ziegen auf dem benachbarten Saturna Island ließen die Art Bilderbuchfantasien entstehen, die zentraler Punkt unserer Kunst und Animationen sind. Während unserer Spaziergänge im üppigen Regenwald entdeckten wir häufig Hütten, die aus Zweigen gebaut waren und bisweilen enorme Ausmaße hatten. Wir stellten uns vor, dass dies des Teufels Sommer-Zeltplatz wäre, den er aufsuchte, wenn es ihm unten in der Hölle zu heiß und feucht würde. Pat Shewchuk und Marek Colek arbeiten gemeinschaftlich unter dem Namen Tin Can Forest und leben zeitweise in Toronto, zeitweise anderenorts (wo auch immer es sie im Lauf der Zeit hinverschlägt). Sie arbeiten hauptsächlich als Animationsfilmer, aber ebenso als Grafiker, Comiczeichner und Maler. Mehr zu Tin Can Forest finden Sie unter tincanforest.com |
Hanneke van der Hoeven
Hanneke van der Hoeven ist Malerin, Zeichnerin und Schriftstellerin. Sie
veröffentlichte zahlreiche Bücher und lebt zur Zeit in
Berlin. www.xs4all.nl/~ietjes
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Carolin Löbbert"Alles ist Zahl" heißt der Comic der jungen Künstlerin Carolin Löbbert: "Das Jahr 2008, welches zum Jahr der Mathematik erklärt wurde, hatte mich dazu angeregt. Nahezujeder Winkel der Erde ist vermessen und in Zahlen katalogisiert. Mich hat die Omnipräsenz der Zahlen neugierig gemacht und dazu angeregt, dieses Thema einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten." Carolin Löbbert hat in Hamburg und Straßburg studiert und lebt heute in Hamburg. Mehr Bilder und Zeichnungen unter www.carolinloebbert.de |
Dorothea HuberPink sollte die Welt sein - findet ein deprimierter Herr und macht sich damit das Leben schwer. Ärztliche Hilfe ist schnell gefunden, doch sind damit auch all seine Probleme gelöst? In subversiven Texten und detailfreudigen Bildkompositionen erforscht Dorothea HuberPink die Untiefen der menschlichen Psyche - subtil und verfremdend, aber immer mit einem unverkennbaren Humor. Dorothea HuberPink hat an der HAWK Hildesheim Grafikdesign studiert und lebt und arbeitet als Illustratorin in Berlin. Sie illustriert für Zeitschriften und Verlage. 2008 erschien bei der Büchergilde Gutenberg Alexandre Dumas "Kapitän Pamphile" mit 28 farbigen Illustrationen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem vom Art Directors Club ausgezeichnet. Mehr Bilder unter www.dorohuber.de |
Jakob HinrichsDer Künstler erklärt sein Werk: "Willkommen in Der Automatischen Welt! Der großformatige Scherenschnitt ist ein Ein-Bild-Comic, den man von außen nach innen und gegen den Uhrzeigersinn lesen kann. Er zeigt eine wilde Szenerie, in der Natur und Maschine in einander übergehen, in der Funken sprühen, Explosionen knallen und dennoch der Kreislauf der Dinge scheinbar friedlich seinen Gang nimmt. Aber genug geredet: Ziehen Sie die Maschine auf und sehen Sie selbst!" Der Illustrator Jakob Hinrichs hat an der Universität der Künste Berlin und an der Universidad del Pais Vasco, Bilbao studiert. Seine Arbeiten wurden bereits in großen Zeitungen und Magazinen abgedruckt, z. B. im Guardian und der ZEIT. Seine freien Arbeiten waren im letzten Jahr u. a. in einer mit der Künstlerin Katia Fouquet gemeinsam kuratierten Ausstellung im Goethe-Institut Madrid sowie in einer Gruppenaustellung in der Siguaraya-Galerie in Berlin zu sehen. Weitere Arbeiten finden Sie auf www.jakobhinrichs.com |
Hans TichaDer einzige Pop-Art-Künstler der DDR, Hans Ticha, zeigt in seiner Illustration auf der Comicseite von Le Monde diplomatique, was uns im Mega-Wahljahr 2009 erwartet: Viel Gerede, große Gesten und am Ende doch nur Fragezeichen. Hans Ticha stammt aus Böhmen, studierte in Berlin Bildende Kunst und gehörte zu den wichtigsten Buchillustratoren der DDR. Nach der Wende zog er in den Westen. Seine Illustrationen, wie etwa zu Ernst Jandls "aus dem wirklichen leben" (2000) und "Flüchtlingsgespräche" (1998) von Bert Brecht, wurden mehrfach ausgezeichnet. Hans Ticha nahm außerdem an der 44. Biennale in Venedig teil. Ausführliche Biografie unter: www.ostdeutsche-kunstauktionen.de |
Gosia MachonAls die Illustratorin Gosia Macho anfing, den Dezembercomic für Le Monde diplomatique zu zeichnen, fiel der erste Schnee: "Ich begab mich auf die Suche nach einem Text zum Thema Winter und stieß auf ein wunderschönes Gedicht von Heinrich Heine. Assoziativ versuchte ich das Surreale im Traum darzustellen, in dem sich Wirklichkeit und Sehnsucht vermischen. Ein Gegenstand, eine Handlung, ein Wort, eine Farbe - ähnlich wie in einem Gedicht können nur wenige Elemente ausreichen um Geschichten unterschiedlicher Art beim Leser entstehen zu lassen." Gosia Machon hat ihre Bilder in Ausstellungen in Berlin, Paris und Kyoto gezeigt. Ihre aktuellsten Arbeiten "Hintergärten" wurden kürzlich vom Mami Verlag in Hamburg veröffentlicht. 2007 erschien beim französischen Verlag éditions être das Bilderbuch "Jeux Étranges". www.gosiamachon.de |
Olivier SchrauwenDie Comicseite hat der Belgier Olivier Schrauwen für Le Monde diplomatique gestaltet: "Bei der Kulisse habe ich mich von den Tarzan-Filmen mit Johnny Weissmuller inspirieren lassen. Der Comic zeigt ein Ehepaar bei einer Bergtour im Dschungel. Ihre Route bestimmt das Format. Je höher sie klettern, desto kleiner werden die Bilder. So entsteht auf der Seite ein umgedrehter Berg." Olivier Schrauwen wurde vor 30 Jahren in Brügge geboren, studierte Comic und Animation und lebt heute in Berlin. Auf Deutsch ist von ihm "Mein Junge" (Reprodukt 2008) erschienen. Darin verwendet er einen Zeichenstil, der an den klassischen US-amerikanischen Comicstrip erinnert. Mehr Bilder unter ollieschrauwen.blogspot.com |
Lisa RöperEs brennt, es brennt, der Börsenbär ist los! Das mächtige Tier, Sinnbild der Baisse, verschlingt eine Heuschrecke nach der anderen. Als Nächstes ist der Bulle dran, Sinnbild der Hausse. Diesen plakativen Comic zur Finanzkrise hat Lisa Röper für Le Monde diplomatique gezeichnet. Lisa Röper, Jahrgang 1982, hat an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation studiert und ist Mitbegründerin des Verlags rotopolpress, in dem 2008 ihre Abschlussarbeit "Polarreise" erschienen ist. www.polarreise.net |
Line HovenLine Hoven lebt und arbeitet als Illustratorin und Comiczeichnerin in Hamburg. Ihre Geschichten kratzt sie aus schwarzem Schabkarton. "Kiss of the bee" ist inspiriert von dem Homecoming-Auftritt der Band KISS in der kleinen Stadt Cadillac, Michigan im Jahr 1975, als sich eine ganze Stadt zu Ehren der Idole schminkte und kostümierte. Line Hovens Comic-Album "Liebe schaut weg" ist 2007 bei Reprodukt erschienen. www.linehoven.de |
Bernard Granger (BlexBolex)Bernard Granger ist 1966 in Nordfrankreich geboren. Seine ersten Bücher, seit 1992 unter dem Pseudonym Blexbolex, produzierte er in seiner eigenen Druckwerkstatt. Seit sieben Jahren arbeitet er als Illustrator für Zeitungen und Buchverlage. Sein erstes ins Deutsche übersetzte Comicbuch erschien 2007: "Die Reise nach Abecederia" (Tolle Hefte Nr. 29, ediert von Armin Abmeier, Büchergilde Gutenberg). Wenn er Zeit hat, druckt er seine Bücher immer noch am liebsten in der eigenen Werkstatt. Für Le Monde diplomatique hat er den Sinnspruch "Vita brevis, ars longa" umgedreht. Hier ist der Künstler ein Bombenbauer. Lesen Sie die Hommage des Künstlerkollegen Atak für Blexbolex hier: www.fcatak.de/daten/show/12magazin/pdf/06_10.pdf |
Gianni GipiDer italienische Künstler Gipi denkt in seiner Comicgeschichte für Le Monde diplomatique über das Gift der Paranoia nach. Sind die Erinnerungen an eine wilde Jugend noch in zartem Aquarell hingetuscht, so wird die gegenwärtige Verhärtung in schwarz-weißer Tinte illustriert. Gipi ist in Pisa aufgewachsen. Seit den 1990er Jahren veröffentlicht er seine, häufig autobiographisch gefärbten, Zeichnungen in verschiedenen italienischen Zeitungen und Zeitschriften. 2006 erschien von ihm die Comicgeschichte "Aufzeichnungen für eine Kriegsgeschichte" (Avant-Verlag), die mehrfach ausgezeichnet wurde. Mehr von Gipi (auf Italienisch): giannigipi.blogspot.com |
Katia FouquetEs gibt noch freien Raum in der "Kartographie des Herzens" der Comic-Künstlerin Katia Fouquet. Platz ist zum Beispiel gleich unter der Hoffnung, die von einem Gärtner gewässert wird. Doch das Gelände wird von privatem Sicherheitspersonal in Raumanzügen streng bewacht: "Mir gefällt die Vorstellung, das kleine Wesen und Situationen mein Innenleben bewohnen und manchmal ganz autonom agieren," sagt die Zeichnerin." "Die collagenhafte Anmutung soll darauf hindeuten, dass die Elemente der Karte sich verändern könnten, andere könnten dazukommen wieder andere verschwinden." Katia Fouquet hat an der Universität der Künste Berlin Visuelle Kommunikation studiert. Sie lebt in Berlin und arbeitet seit 2003 als freie Illustratorin und Zeichnerin für diverse Magazine, Verlage und Ausstellungen. www.katiafouquet.com |
J Otto SeiboldDer amerikanische Comic-Künstler J Otto Seibold hat für Le Monde diplomatique aus Figuren und Textschnipseln ein Porträt der USA im Wahljahr 2008 gezeichnet. J Otto Seibold zitiert in seinem Werk den US-amerikanischen Präsidenten, Kritiker und Aktivisten. Wussten Sie beispielsweise, dass das Buch, das George W. Bush Grundschülern aus Floridas vorlas, als ihn die Nachricht von den Anschlägen auf das WTC erreichte, "My Pet Goat" hieß? Oder dass Naomi Klein das Ergebnis der Wahlen im Irak 2005 als "purple finger", also Stinkefinger, gegenüber den USA bewertete? Mehr über J Otto Seibold finden Sie unter www.jottodotcom.com |
Henning WagenbrethDer Graphiker Henning Wagenbreth hat eine gute Lösung gefunden, den täglichen Wortschwall aus Nachrichten zu verarbeiten. Er zerlegt sie einfach - wie im Comic für Le Monde diplomatique: "Die Illustration wurde mit dem automatischen Illustrationssystem »tobot« erstellt. »tobot« zerschneidet die Welt der Bilder und Texte in kleinste Bestandteile und setzt die Fragmente nach verschiedenen Regeln wieder zusammen. Die Ergebnisse sind oft absurd, paradox und komisch, stehen aber damit den verschiedenen Erscheinungsformen von Politik in nichts nach." Henning Wagenbreth studierte an der Kunsthochschule Weissensee in Ostberlin. Vor dem Fall der Berliner Mauer unterstützte er verschiedene Bürgerbewegungen in der DDR mit seinen Plakaten. Seit 1994 ist er Professor für Illustration im Studiengang Visuelle Kommunikation an der Berliner Universität der Künste. Für seine Plakate und Buchillustrationen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. www.wagenbreth.de |
Nadia BuddeNadia Budde hat ein Comicalbum zusammengestellt, das die manchmal beabsichtigte, manchmal unfreiwillige Mimese von Menschen, Tieren und Dingen abbildet. Nadia Budde hat an der Kunsthochschule Berlin Weißensee Grafik-Design studiert und schreibt und malt Kinderbücher. Für "Eins zwei drei Tier" wurde sie im Jahr 2000 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Ihr neuestes Buch "Such Dir was aus, aber beeil Dich!" erhielt im Juni 2009 den "Luchs des Monats" Nr. 268. www.nadiabudde.de |
Franziska Schaum
Simsen gilt vielen als Kommunikations-Verwahrlosung. Doch die Illustratorin Franziska Schaum sieht darin kreatives Potential: "Das Senden von SMS ist für mich moderne Lyrik. Spannend finde ich, herkömmliche
Gestaltungstechniken wie den Holzschnitt mit neuen Ausdrucksformen zu verbinden. Menschliche Beziehungen sind im Moment das wichtigste Thema,
mit dem ich mich beschäftige. Denn damit hat alles andere zu tun, davon gehen alle Befindlichkeiten aus."
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M tom DieckFür Le Monde diplomatique musste sich der Hamburger Zeichner Martin tom Dieck einer Herausforderung stellen: "Da ich meistens in längere Projekte verstrickt bin, ist das Format einer Seite selten eine einfache Aufgabe. Bei einem Restaurantgespräch mit Herrn und Frau Huber war dann die Erwähnung des natürlichen Schutzes der Samenbank durch Eisbären die Initialzündung für diese kleine Fantasie. Die überraschend vielen Motive zogen sich schön flott zusammen- so die Verbindung von Melancholie mit der Lakonie des Natürlichen." Martin tom Dieck hat mehrere Bücher veröffentlicht - u.a. "Hundert Ansichten der Speicherstadt" (Edition Moderne) und, in Zusammenarbeit mit dem Journalisten und Autor Jens Balzer, "Salut, Deleuze!" sowie "Neue Abenteuer des unglaublichen Orpheus (Die Rückkehr von Deleuze)" (beide Arrache Coeur Verlag). Seine Illustrationen erscheinen außerdem in Zeitungen und Zeitschriften. www.mtomdieck.net |
Mark Marek
Für Le Monde diplomatique hat der amerikanische Künstler Mark Marek eine Geschichte seiner Lieblingsfigur Dirty Father Harry gezeichnet.
"Ich wurde katholisch erzogen, daher stammt die Inspiration für Dirty Father Harry. Ich habe ihn ursprünglich für das Rolling Stones Album Dirty Work
erfunden, damals in den 80ern. Allerdings hat die Rechtsabteilung von CBS Records kalte Füße bekommen. Ich habe mir dann etwas anderes ausgedacht. Aber ich mochte die Figur sehr. Einige Comicstrips
erschienen später im Satiremagazin National Lampoon, bis auch deren Rechtsabteilung nervös wurde."
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Claudia Pfeiffer
Den eigenen Hund zu mästen, ist strafbar. Jedenfalls in England. Folgende Meldung dazu in den BBC News hat die Grafikerin Claudia K. Pfeiffer zu unserem Comic des Monats inspiriert: "Weil ihr schwarzer Labrador deutlich zu fett war, sind zwei englische Hundebesitzer zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wegen der 'Verursachung unnötiger Leiden' müssen die 52 und 63 Jahre alten Brüder aus der ostenglischen Grafschaft Cambridgeshire umgerechnet 730 Euro Strafe zahlen. Ihr 10 Jahre alter Rusty wog fast 75 Kilo - etwa das Doppelte des Normalgewichts."
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Jan KruseGut gegen Böse heißt die Bildergeschichte, die das Label "human empire" für Le Monde diplomatique gestaltet hat. Vor drei Jahren haben Jan Kruse, Malte Kaune und Wiebke Schultz den Kampf gegen das Böse in der Welt aufgenommen. Sie gründeten in Hamburg das .human empire" und zwei Jahre später im Schanzenviertel einen Laden, wo sie ihre T-Shirts, Poster, Aufkleber und andere Waren aus der Popkultur anbieten, deren Motive von einer besseren, freundlicheren, friedvolleren und farbenfrohen Welt künden. www.humanempire.com |
Stephanie WunderlichEs gibt den idealen Tod, findet die Illustratorin Stephanie Wunderlich. Der alte Mann in ihrer Geschichte stirbt im Bewusstsein, alles erlebt zu haben: Leid, Leidenschaft und Mutterliebe. Stephanie Wunderlich ist gelernte Grafikdesignerin und lebt in Hamburg. Sie arbeitet für internationale Magazine, Zeitungen und Verlage. Seit Herbst 2006 unterrichtet sie an der Muthesius Hochschule in Kiel. Für ihre Scherenschnitt-Collagen arbeitet sie mit Skalpell und Klebstoff, inspiriert vom Papierschnipsel-Chaos auf und unter ihrem Tisch, Folk-Art und den Zeichnungen ihrer Töchter. www.wunderlich-illustration.de |
Keith Jones
Versuche mit Radium, telepathisches G.P.S., eine Versteinerung, die mit einem Allzweckstab gelöst werden kann - die Comicgeschichte, die der Kanadier Keith Jones für Le Monde diplomatique gezeichnet hat, spielt in einer unheimlichen Zukunft. Gut zu wissen, dass es dort wenigstens noch Hot Dogs und Besäufnisse gibt.
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Dan James
Richtig fair begegnen sich Mensch und Tier nicht in der Comiczeichnung des amerikanischen Künstlers Dan James alias Ghostshrimp. Die Geschichte, die er in vier Spotlights erzählt, handelt von Angriffen aus dem Hinterhalt und Schüssen in den Rücken. Schwer verwundet rauchen Bär und Indianer schließlich die Friedenspfeife.
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Nora Krug
Vor wenigen Jahren tauchten auf den Philippinen greise japanische Soldaten auf, die behaupteten, seit dem Zweiten Weltkrieg dort versteckt zu leben. Die britische Tageszeitung
Times berichtete
davon im Mai 2005.
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Jens BonnkeDer in Paris geborene Berliner Illustrator Jens Bonnke durchforstete für Le Monde Diplomatique seine Kuriositätensammlung typisch deutscher Phänomene. Einige davon veranschaulicht er dem geneigten Frankophonen als Abbildungen einer ABC-Fibel - sein persönliches "Petit alphabet allemand": Herr und Frau Gesichtswurst beim Tête-à-tête in der Fleischtheke. Nosferatu-Mime Max Schreck trifft Langneseklassiker Ed von Schleck. Wunde Hacken nach jedem Gang zum Supermarkt. Hanseatisches Understatement beim blutigen Missgeschick eines Messerjongleurs. Wir sind gespannt, welche vier Buchstaben im nächsten Teil der Reihe zu sehen sein werden. B für Bonanzarad? Oder Z für Zurrgurt? Oder gar K für Klotzbewitterung? Jens Bonnke hat an der Berliner Hochschule der Künste studiert und lehrt Illustration in Berlin und Leipzig. Sein Bilderbuch "Schräger Vogel, krummer Hund" (Hinstorff, 2008) erschien kürzlich in einer französischen Fassung unter dem Titel "Oiseaux penchés, chiens tordus" bei Être Éditions. www.jensbonnke.de |
Amanda Vähämäki
Internetforen ziehen einsame Seelen an. Aber ob Hilferufe übers Netz bemerkt werden, lässt sich schwer sagen. Der verzweifelte Mann im Comic der finnischen Zeichnerin Amanda Vähämäki versucht es trotzdem und verschickt traurige Smileys an seine virtuelle Gemeinschaft. Zuvor hat er im Alkoholrausch sein Pferd und treuesten Begleiter in den einsamen finnischen Wäldern zugrunde gerichtet.
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Katja Tukainen
Die Wiedergeburt hat ihre Tücken. Mit einem schlechten Karma endet sie für den gläubigen Hindu auf einer niedrigeren Daseinsstufe und entfernt seine Seele weiter von der Erlösung. Für den kastenlosen Bevölkerungsteil Indiens, der auf der untersten gesellschaftlichen
Ebene sein Leben fristet, birgt sie wohl eher Chancen als Nachteile. So erzählt die finnische Comic-Künstlerin Katja Tukiainen in ihrer Zeichnung "Die Kastenlosen" von ersten Verwirrungen nach der Wiedergeburt, aber auch von paradiesischen Zuständen im neuen Leben.
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CX Huth
In der Comic-Erzählung "Das Erfolgsmodell - eine Geschichte über die Vorteile des Clonens" von CX Huth erscheinen nicht nur eine komplette Band und ihr Tourmanager auf der Bildfläche, sondern praktischerweise auch Massen von begeisterten Fans. "Qualität setzt sich durch", so sein simpler Schluss.
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Elvis Studio
Die Zusammenarbeit der beiden Comic-Künstler Helge Reumann und Xavier Robel gleicht einem Zweikampf auf Papier. Seit 1999 treten der Schweizer Grafiker und der kanadische Illustrator als Duo unter dem Namen "Elvis Studio" auf und fertigen Wimmelbilder an, wie in "Elvis Color" für Le Monde diplomatique: Das alltägliche Grauen erscheint auf mehreren Stockwerken, nicht selten kommen Messer zum Einsatz, und was als Komfort Hotel getarnt ist, entpuppt sich als Tor zur Unterwelt.
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Anke Feuchtenberger
"Supertraene" heißt eine der neueren Figuren von Anke Feuchtenberger. Für Le Monde diplomatique hat die gelernte Grafikerin exklusiv eine Szene aus dem Leben der gestiefelten Katzenfrau gezeichnet. In der Bilderzählung "Identita" steht die Heldin eines Tages ihrem zahnlosen Vermieter gegenüber, was auch ihren Hund lächeln lässt.
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Max Andersson
Johnny Gun kann nicht anders. Seine Zuneigung äußert sich in wilden Schießereien. Deshalb ist seine Freundin Gloria auch schon ziemlich durchlöchert. "Pistolen-Johnny & Gloria" heißt die Comic-Geschichte über eine explosive Beziehung, die der Schwede Max Andersson gezeichnet hat. Neben Johnny Gun bevölkern Pixy, der abgetriebene Fötus, Car-Boy und Wreck-Boy, zwei kleine Jungen mit Autoköpfen und Reifenohren, die Bilderwelt des Comic-Künstlers.
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Matti HagelbergSchneewittchen kennt jeder, und die Zahl sieben lässt an die Anzahl der Zwerge denken, bei denen die blasse Schönheit mit den blutroten Lippen Zuflucht findet. Der finnische Comiczeichner Matti Hagelberg, der seine Bilder mit einem Teppichmesser aus Karton schabt, hat die Zwerge durch japanische Schwertkämpfer ersetzt und erzählt in vier rasanten Bildern die Geschichte von "Schneewittchen und den 7 Samurai". Natürlich entscheidet sich die Heldin am Ende auch gegen den Prinzen, schließlich hören ihre neuen Kumpels die bessere Musik. Hagelbergs Schneewittchen-Adaption stammt aus dem letzten Band einer Trilogie, nach "Holmenkollen", Band I, und "Kekkonen", Band II (benannt nach Finnlands Altpräsident, und der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde). www.strapazin.ch |
Jörg LiebschBei Licht betrachtet sind diese Schattenboxer ihr Geld nicht wert. Es handelt sich um kleine, schwächliche Gestalten, die man im Jutebeutel nach Hause tragen kann und die im entscheidenden Moment schlapp machen. "Pech" heißt die Geschichte, die Jörg Liebsch für Le Monde diplomatique gezeichnet hat. Auf seiner Homepage bietet der Berliner Grafiker und Illustrator dagegen eine Reihe von wahren Muskelmännern und strammen Athleten wie George Foreman oder Franz Beckenbauer - Letztere zum Ausdrucken und Sammeln. Jörg Liebsch studierte an der Berliner Hochschule der Künste Visuelle Kommunikation und ist seither freischaffend tätig. Zu seinen Projekten gehört auch der Knetmännchen-Film "Gefahr im Tal der Affen". Siehe www.joergliebsch.com |
Herr HuberMarkus Huber, der sich auch "Herr Huber" nennt, zeichnet Bildergeschichten, die "so rätselhaft wie das Leben selbst" sind. Seine Comics erscheinen in namhaften Comic-Magazinen. Außerdem hat er in dem Heft "Nichts von Bedeutung" (erschienen bei Edition Moderne, Zürich 2002) Popsongs einer Hamburger Band illustriert und damit gezeichnete Videoclips geschaffen. www.herrhuber.com |
M. S. BastianMit "Bastropolis", der Vision einer Stadt, hat der Schweizer M.S. Bastian eines seiner typischen Wuselbilder geschaffen. Bastian ist gelernter Tiefbauzeichner und besuchte die Fachklasse für Grafik an der Schule für Gestaltung Biel. 1986 gründete er die Galerie Polstergruppe mit (später Kunstmuseum Biel). Nach mehreren Auslandsaufenthalten und einer Weltreise lebt und arbeitet M.S. Bastian heute wieder in Biel. Seine Zeichnungen und Illustrationen erscheinen in überregionalen Zeitungen und Magazinen. |
Holger Fickelscherer
"Die meisten Arten sind verschwunden, bevor sie entdeckt werden", stellen die eifrigen Forscher im Comic des Berliner Künstlers Fickelscherer fest. Der Zeichner mag Ähnliches für sein Künstlerkollektiv befürchtet haben, das sich noch kurz vor dem Mauerfall in Ostberlin gegründet hatte. "Glühende Zukunft" nannte sich die "Produktionsgemeinschaft des Handwerks", kurz PGH, voller Hoffnung. Die Gruppe, zu der neben Holger Fickelscherer auch Anke Feuchtenberger, Henning Wagenbreth und Detlef Beck gehören, verbindet Grafik und Illustration mit der Erzähltradition des Comics. Von Fickelscherer erschien beim Verlag reprodukt 1994 der Band "Fegefeuer".
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ATAK
Im Jahr 1910 widmete Gertrude Stein ihrer Lebensgefährtin Alice B. Toklas eine Geschichte: Aus "Ada" hat der Künstler und Illustrator ATAK einen Comic komponiert, den Armin Abmeier im Jahr 2005 als Tolles Heft No. 25 in der Büchergilde Gutenberg veröffentlichen ließ. ATAK hat für Le Monde diplomatique daraus eine Zeitungsseite zusammenstellt.
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